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„Schleich dich mit deinem deppaten Roller“

Sharing is Caring?

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(Bild: mrcmos/shutterstock.com)

Wozu kaufen? Teilen! Doch irgendwie scheinen Verkehrsteilnehmer mit der Situation überfordert zu sein. Neue Mobilitätskonzepte erfordern Mut und Verständnis.

Als junge Generation-Y-gebrandmarkte, prekären Job-Situationen ausgesetzte Konsumentin bin ich froh über die vielen Sharing-Angebote, die in den letzten Jahrzehnten vor allem Städte erobert haben. Langsam setzen sich Konzepte durch, die nicht aufs Besitzen, sondern aufs Teilen ausgerichtet sind. Erst die Autos, heute Scooter, Fahrräder und E-Roller – sie können mittels App gemietet werden. Die Preise variieren und die Anbieterlandschaft ist mittlerweile vielseitig.

Schimpfen auf die Radfahrer

Erst vor einigen Tagen war der Moment wieder da. Die Lust, mich unter die Erde in kilometerlange Tunnel der U-Bahn zu begeben, hielt sich in Grenzen und irgendwie macht das Flitzen mit E-Rollern durch die wunderschönen Straßen dieser Stadt zugegebenermaßen auch Spaß. Vor den Zeiten von Sharing-Angeboten habe ich den Straßenverkehr eher als Fußgängerin kennengelernt oder passiv im Auto. Fahrerinnen und Fahrer schimpften gern auf Radfahrer bzw. andere Verkehrsteilnehmer – eher selten setzten sie sich für sie ein.

Fakt ist: Die Zahl der Verkehrsteilnehmer und der Mobilitätsmöglichkeiten steigt. Damit alle in einer Gesellschaft von solchen Angeboten profitieren können, sollte ihnen genug Platz zugestanden werden und die richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden. Und – das ist das Wichtigste – es braucht Verständnis von allen Verkehrsteilnehmern.

Mehr Raum für Neues?

Was ich auf den E-Scootern gelernt habe: Wir brauchen mehr Raum auf der Straße für andere Verkehrsmittel – nicht nur für fahrende oder abgestellte Autos. Denn gemessen an der steigenden Zahl der Radfahrer oder weiterer Mobilitätsangebote wie E-Scooter, ist das Wachstum an Radwegen vergleichsweise gering. Und das gefürchtete Dooring, bei dem Menschen durch unachtsam geöffnete Autotüren andere verletzen, ist ein reales Problem. Ebenso waren es bislang oft auch die Lenker von E-Rollern, die eine Gefahr für sich selbst und andere darstellten. Oder Autofahrer, die Radwege nicht kennen oder kennen wollen. Es fehlt an gegenseitigem Verständnis.  Am Weg nach Hause werde ich von Radfahrern ausgelacht, von Autos angehupt, die mir mein Recht, die Fahrbahn zu benutzen, verwehren wollen. „Schleich dich mit deinem deppaten Roller“. Die Passanten bestaunen mich: „Schau, da fährt wieder eine.“

Es geht auch anders

In Sachen Verkehrspolitik und Nachhaltigkeit sehe ich vor allem die Niederlande als großes Vorbild. Schon in den 1970er-Jahren betrieb man dort – aufgrund vieler Verkehrstoter und der Ölkrise 1973 – ein radikales Umdenken in der Verkehrspolitik.

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(Quelle Grafik: VCÖ - Mobilität mit Zukunft 2017)

Was wir lernen können

Dort gibt es innovative Parklösungen und riesige Parkhäuser für Fahrräder, mehr Einbahnstraßen für Autos, geschützte und breitere Fahrspuren für Radfahrer, weniger Spuren und Abstellplätze für Autos, Temposchwellen für Autos, steuerliche Anreize für E-Mobilität, ein verbessertes Verkehrsmanagement, mehr Park + Ride, eine Förderung von Lastenfahrrädern, eCar-Sharing, Experimente für eine andere Verkehrsmittelwahl von Mitarbeitern (Förderprogramme für mehr Fahrräder bzw. E-Fahrräder) usw. In sogenannten "Woonerf" (Wohnhof) sind die Straßen nicht nur für das Auto reserviert. Alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Rad- und Autofahrer- bewegen sich gleichberechtigt in diesem Raum. Das Konzept basiert vor allem auf Respekt, Straßenschilder findet man dort keine – die einzelnen Verkehrsteilnehmer sollen aufeinander Acht geben, ihre Geschwindigkeit anpassen und miteinander kommunizieren. Im österreichischen Straßenverkehr kommen der Austausch und Respekt einstweilen zu kurz.

Manchmal hilft einfach das Gespräch

Auf meiner Strecke fällt mir ein Pärchen auf zwei E-Rollern auf. Sie scheinen verwirrt, fahren viel zu schnell auf dem Gehsteig. Ich spreche sie auf Englisch an: „Ich möchte nicht unhöflich sein, aber Sie dürfen am Gehsteig leider nicht fahren. Aber auf den Radwegen und Straßen, die auf dem Boden oder den Verkehrsschildern markiert sind, da schon.“ Ich bin schon in anderen Ländern Rad gefahren und weiß, wie irritierend und herausfordernd der Straßenverkehr sein kann. Manchmal hilft das Gespräch.

Was ich NeueinsteigerInnen allgemein rate: viel üben und wenn möglich einen Helm tragen. Die einzige Knautschzone ist der eigene Körper und die Kleidung, die man trägt. Und ganz wichtig: nachfragen, wenn man etwas nicht weiß!

E-Roller, Kobalt, Kinderarbeit

Wer sich mit Konsum beschäftigt, der darf allerdings auch die Herstellung dieser Geräte zur praktischen Mobilitätserweiterung nicht ausblenden. Den E-Rollern haftet das Image der Nachhaltigkeit an. Doch die Akkus stellen ein erhebliches Umweltproblem dar. Sie enthalten Nickel, Kobalt und andere seltene Rohstoffe, deren Gewinnung häufig mit großen Umweltbelastungen und Menschenrechtsverletzungen verbunden ist. Zum Beispiel im Kongo, wo ein Großteil des weltweit gewonnenen Kobalts abgebaut wird. Ein Bericht von Amnesty International aus dem Jahr 2016 berichtet über Kinderarbeit: Ohne Sicherheitsausrüstung und allenfalls mit primitiven Werkzeugen müssen die Kinder bis zu zwölf Stunden täglich in den Minen schuften. Ein, wie ich finde, krankes System. Menschen zahlen für unseren Komfort mit ihrem Leben. 

Auch wenn Hersteller Besserung ankündigen, so scheint mir die Verantwortung, die wir haben, sehr groß. Bezogen auf den E-Roller: Wahrscheinlich ist er eine gute Ergänzung zu Rad und Öffis. Denn es kommt in Zukunft immer stärker auf die Vernetzung von Verkehrsmitteln an und auf aktive Mobilität. (Zumindest, wenn wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens ernst nehmen.)

Sharing is caring

Als ich an diesem Tag zu Hause ankomme, stehen meine Nachbarn vor der Haustür. Fast entschuldigend sage ich: „Ich fahre nur auf dem Gehsteig, um den Roller dort beim Fahrradständer abzustellen.“ Sie nicken, wirken aber interessiert. „Wie funktioniert denn das?“, fragen sie. Ich erkläre geduldig und bin schon gefasst auf die übliche Debatte. „Die stehen überall im Weg, wie die gelben Fahrräder damals.“ – „Wieso fahren die denn alle auf dem Gehsteig, die fahren uns noch alle um.“ Doch diesmal muss ich mich nicht für alle E-Roller-Fahrer rechtfertigen. Das war reines Interesse und ich merke, auch ich brauche mehr Geduld und Verständnis. Vielleicht ist das der Schlüssel, denn Sharing bedeutet schließlich auch Caring.

Tatsächlich, so denke ich, geht es hier um mehr Mobilität und damit um mehr Freiheit für alle. Doch dafür braucht es mehr Platz, politischen Mut und Verständnis.

Weiterführende Links:

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5 Kommentare

Ge

Scooter (mit und ohne "E-") haben in den Städten riesiges Potenzial, die "last mile" von/zu den Öffis zu überwinden und damit Autofahrten unattraktiver zu machen. Respekt ist sicher der Schlüssel zur sinnvollen Nutzung öffentlicher Verkehrsflächen, das Besitzdenken insbesondere um Autos/Parkplätze ihr größter Feind. Wir haben viel zu viel Autoverkehr, meist mit 1 Person in tonnenschweren Fahrzeugen und für Kurzstrecken, die Fahrrad oder Tretroller locker schaffen. Wie man die Leute aufs Rad bringt, zeigen z.B. seit Jahrzehnten Kopenhagen oder Londons Radhighways. Während in Wien mühsamst um jeden Meter Radweg gerauft werden muss, der ja Parkplätze kosten könnte, montiert man in Kopenhagen Fußstützen an Kreuzungen, damit Radler bequemer vor roten Ampeln warten können (!) Die mietbaren E-Roller sehe ich allerdings als umweltpolitischen Unsinn, da sie nach ein paar Monaten verschrottet werden müssen.

FS

Ich glaube, dass ein nicht unwesentlicher Grund für die "Rückständigkeit" in punkto Radwegnetz in Wien der Umstand ist, dass Wien nicht gerade flach ist. Vor dem Zeitalter der E-Bikes usw. war Radfahren in Wien eher was für Sportliche. Außer dem Ring-Radweg, entlang des Donaukanals und auf der Donauinsel gibt es Wien praktisch keine ebenen Straßen oder Radwege. In Amsterdam bzw. Holland allgemein ist das kein Problem. Wenn der Deich zum Meer schon die höchste Erhebung des Landes ist, konnte sich das Rad fahren schon seit längerer Zeit durchgesetzen. In Wien sind wir erst jetzt mit den "Problemen" des Miteinanders immer mehr konfrontiert, seit dem die Möglichkeit des Elektroantriebes vom Roller bis zum Lastenrad alle Verkehrswege in Wien für alle bewältigbar macht.

Meines Erachtens ist es bei E-Rollern nicht möglich, Handzeichen beim Abbiegen zu geben. Wenn diese nunmehr als Räder eingestuft werden, was sicher sinnvoll ist, stellt das für sie ein ziemliches Risiko dar, wenn die übrigen Verkehrsteilnehmer das Abbiegen nicht angezeigt bekommen. Sollte man da nicht den Einbau von Blinkern vorsehen? 

ez

ein paar gedanken zum sharing-system und insbesondere zu e-scootern.

1) car-sharing macht nur sinn, wenn leute ohne zu transportierendem gepäck/kindern/hunden gelegentlich einen pkw benützen wollen. denn sharing bedeutet, jedesmal vor und nach einer fahrt das benötigte transportgut in den angemieteten wagen zu bringen. (hab ich jahrelang nach verzicht auf ein eigenes auto so gemacht.) also: z.b. wanderschuhe, -stöcke, regenausrüstung, einkaufstaschen, sperrigeres - wie sportgeräte oder eine hundebox, e3in kindersitz und spielzeug, info- und kartenmaterial, usw. zum fahrzeug mitzunehmen, auch wenn man die erst im späteren verlauf des angemieteten zeitraums braucht. all diese dinge können im eigenen pkw dauerhaft gelagert werden und sind jederzeit griffbereit. diese ein- und ausräumarbeit erfordert einiges an zeit und die gefahr, etwas zu vergessen, ist groß. insbesondere ältere menschen haben schwierigkeiten, schwerere oder unhandlichere dinge zu transportieren (z.b. von der wohnung über mehrere stockwerke zum auto und wieder hinauf). das sharingsystem ist also vor allem für leute nützlich, die nichts oder wenig mit sich schleppen (müssen). die können allerdings auch wesentlich einfacher öffentliche verkehrsmittel nutzen.

2) das transporterfordernis wird auch für radfahrer und e-scooter-benützer zum handicap. vor allem auch dann, wenn eins nicht nur bei schönwetter unterwegs sein will oder kann.

3) radfahren ist in der großstadt wien unter den gegebenen bedingungen zur einigermaßen gefährlichen herausforderung geworden: nicht allein wegen des zusammenspiels von kfz und fahrrädern im verkehrsgeschehen, sondern zunehmend wegen der rücksichtslosen fahrweise anderer radfahrer. ich selbst bin schon gestürzt in einer begegnung auf dem rad mit zwei entgegenkommenden radfahrern, die mich - einer links, einer rechts  - passiert haben. der ausweichversuch nach einer seite führte unweigerlich zur kollission mit dem "kollegen" auf der anderen seite. auch das überholen bzw. überholt werden durch schnellere und geübtere - auch jüngere - radfahrer gerät öfters zum sturzunfall. fazit: radfahren in der stadt ist für jüngere und gut trainierte fahrer eine alternative; für ältere oder seltener bzw. vorsichtiger fahrende eine gefahr.

4) e-scooter sind "urcool" - nicht jedoch, wenn zwei personen auf einem scooter unterwegs sind, wie das häufig der fall ist (weil's halt so lustig ist); nicht jedoch, wenn auf dem scooter vor dem fahrer eine sperrige tasche bzw. koffer abgestellt wird, die das lenken des fahrzeugs erschwert (was nicht alle beherrschen) bzw. die wegen ihrer überbreite andere verkehrsteilnehmer behindern; nicht jedoch, wenn auf den scootern viel zu schnell dahingesurft wird ohne rücksicht auf verluste (auch dazu ein jüngstes erlebnis: zwei auf einem scooter und auf dem gehsteig, die mich von hinten her lautlos und knapp rechts schneiden - trotz meines rechts von mir angeleint gehenden hundes, der nur durch einen erschrockenen satz zur - gsd richtigen - seite dem niedergefahren werden entging - und die dann auch noch bei gelb über den zebrastreifen flutschen. keinerlei möglichkeit, solche verkehrsteilnehmer zur rechenschaft zu ziehen, falls da mal was passiert: kein kennzeichen, keine hotline für nichtkunden bei den betreibern.

5) an einem radweg wohnend ist inzwischen das überqueren der straße schwieriger geworden: ich gehe zur nächsten ecke, wo der radweg vorbeiführt. radfahrer und scooter-flitzer können die quergasse, aus der ich komme, nicht einsehen. das bringt sie nicht dazu, das tempo entsprechend zu verlangsamen. ich möchte die straße überqueren und muss dazu zuerst den radweg queren. also warten, bis kein radfahrer oder scooter-flitzer kommt. das kann zu gewissen zeiten ziemlich lang dauern, zumals e-scooter oftmals in einer bis zu 10-15 personen umfassenden kette - weil's ja soo lustig ist - dahinsurfen. fußgänger darf warten - oder aber 50 m weitergehen zu einem zebrastreifen, der - e4xtra gekennzeichnet - über den radweg führt - was freilich die wenigsten radfahrer und so gut wie keinen e-scooter-surfer veranlasst, anzuhalten und den fußgehern den ihnen zustehenden vorrang zu geben.

6) e-scooter werden überwiegend nach lust und laune "abgestellt" - d.h. stehen und liegen gelassen, wo's dem letzten benützer passt. zahlreich sind die scooter, die quer über dem gehsteig liegen oder auf sehr schmalen gehsteigen (weit unter 2,5 m breite) an die hausmauer gelehnt werden. besonders hübsch ist auch die idee, die scooter an ein geparktes auto zu lehnen. zu recht haben die interessensvertreter der blinden und sehbehinderten auf die sturzgefahr für ihre mitglieder hingewiesen. auch mütter mit kleinkindern im kinderwagen oder alte menschen mit rollatoren oder rollstuhlfahrer finden sich da öfters in schwierigen situationen: ausweichen auf die fahrbahn? oder den radweg? oder wie das ding aus dem weg räumen? auch da habe ich mehr als einmal nachts auf nur spärlich beleuchteten gehsteigen plötzlich einen scooter quer vor mir liegen gefunden. (daher auch rührt meine erfahrung, dass die verleiher keine hotline anbieten, um so etwas zu melden, damit sie die scooter entfernen.)

7) ist das wirklich so sinnvoll, wenn menschen für relativ kurze wege - für die man derlei geräte im allgemeinen benützen wird - statt ihrer beine e-scooter nutzen? notabene unter den auch von ihnen angeführten äußerst problematischen produktionsbedingungen? sie erwähnen sie zwar, aber wischen das mehr oder weniger damit weg, dass das halt so sei. nennt sich das nachhaltiges und umweltbewusstes und solidarisches verhalten?

wie wär's mit einem etwas breiteren blickwinkel bei abhandlung so eines themas?

ich sag's rundheraus: e-scooter haben im öffentlich raum nichts verloren. sie sind als sport- und spaßgerät in klar definierten bereichen sicherlich lustig, aber eben nicht im alltag.

oder erst dann, wenn verkehrsteilnehmer sich in wien so diszipliniert und rücksichtsvoll verhalten wie z.b. in den niederlanden (oder buspassagiere beim einsteigen in den bus in london).

 

Bild des Benutzers jbali

Lieber Stefan,

vielen Dank für Ihr Feedback und Ihren wertvollen Input! Besonders spannend finde ich Ihre Sicht als täglicher Fahrer eines Abschleppdiensts im Wiener Alltagsverkehr. Ich bin Ihrer Meinung, dass sich die Verkehrsstruktur weiterentwickeln muss. 

Ihren Tipp mit der Warnweste werde ich mir zu Herzen nehmen und an andere E-Roller-Fahrer weitergeben.

Mit freundlichen Grüßen,

Juli

St

Danke Julia für den interessanten Beitrag und für das tolle Thema!

Mobilität ist vielleicht die größte Veränderung des 21. Jahrhunderts und in großen europäischen Städten wie Wien ist sie sehr spürbar. Mit immer wieder steigenden Mobilität, steigt auch die Wanderung der Gesellschaft und Wachstum der Städten. Schon in meiner Uni-Zeit, als ich nach Wien kam, haben wir uns mit den Professoren mit dem Thema Mobilität bzw. Sharing befasst, noch bevor die ersten Autos als Sharing Option angeboten wurden (ich glaube, damals war Zipcar der erste Aanbieter).  Es wurde schon damals prognostiziert, dass Wien für die wachsende Population immer enger wird und, dass Fahrräder, Roller, Scooters etc. immer mehr verwendet werden, genau wegen Mangel an Parkplätzen und Stau, besonders in der Spitzenzeit. 

Als ein Fahrer, der täglich mehr als 8 Stunden in Wien unterwegs ist (betreibe einen Abschleppdienst- Abschleppdienst Wien) sehe ich folgendes:

1. Da die Anzahl der Bewohner in Wien seit 2010. von 1.5 Mio auf fast 2.0 Mio angestiegen ist, ist auch die Anzahl der Autos angestiegen, wobei die Stadt (Innenstadt besonders) sehr wenig ausgebaut wurde, was zu einer Überzahl der Autos in Wien geführt hat bzw. führt.

2. Daraus resultierend, versucht man mit der Nutzung von Rollers, Scooters, Fahrrädern dem Trend entgegenzuwirken. Da die Mehrheit der Millenials/ Generation Z studiert und ein begrenztes Einkommen hat, ist die Sharing Idee finanziell sehr verlockend. Damit lernt der Konsument Sharing kennen und kann in einem späteren Zeitpunk dazu führen, dass sich viele auf Sharing-Konzept gewöhnen und später sich kein eigenes Auto kaufen - ein Plus für Wiener Verkehr und die Umwelt.

3. Wiener Verkehr entwickelt sich die Infrastruktur bleibt wenig geändert. Früher hatten wir Autos, Mopeds und ein paar Fahrrädern auf der Fahrbahn. Bin kein Fahrradfahrer aber ich sehe, dass es viele Radwege gibt. Aber was macht die Stadt mit Scooters? Ich finde die Scooters sind zu langsam für eine normale Fahrbahn aber zu schnell für einen Gehsteig. Die Verkehrsstruktur und die Wege müssen sich reziprok entwickeln.

Tipp für Rollerfahrer:

Bitte eine wenn möglich, beim Fahren auf der Fahbahn eine Warnweste tragen, dem Autofahrer hilft es sehr und Sie sind auch sicherer unterwegs!

LG Stefan

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