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Beautyfood

Beeren statt Botox?

Früchtebowl

Bild: Zarzamora/Shutterstock.com

Unter den echten Trendsettern sind die Superfoods schon längst wieder out. Was kommt ist Beautyfood! Das Versprechen: Schöne Haut, kräftige Haare, tolle Fingernägel, weniger Falten, usw…

Ich geb’s  zu: ich sitze mit einer Packung Kokosnusswasser und getrockneten Maulbeeren vor dem PC, während ich diesen Beitrag verfasse. Das Kokosnusswasser verspricht mir, dass es „never ever from concentrate“ ist, die getrockneten Maulbeeren sind angeblich „Faltenkiller“ und „Anti-Aging-Wunder“.

Geben Sie doch einmal den Begriff „Superfood“ in einer Suchmaschine ein. Wie viele Treffer können Sie ausmachen? Bei mir waren es über 18 Millionen (!). So, und nun das Gleiche Spiel mit dem Begriff „Beautyfood“ – immerhin fast 2 Millionen Treffer ...

Laut einer Fitnesszeitschrift sollen Ananas die Fettverbrennung fördern, Camembert für ein Mini-Lifting sorgen oder mit Kiwis Pigmentflecken der Kampf angesagt werden. Eine Frauenzeitschrift propagiert Karotten statt Solarium oder Beeren statt Botox.

Essen = Zugehörigkeit

Solche Trends werden rasend schnell im Netz verbreitet und finden Anklang bei Jung und Alt. Aber warum eigentlich?

Wir alle stehen einer unendlich großen Auswahl an Lebensmitteln im Supermarkt und hunderter verschiedener „Ernährungsempfehlungen“ (leider oft Empfehlungen, die wissenschaftlich nicht haltbar sind und von „Ernährungsgurus“ formuliert wurden) gegenüber. Laut dem Ernährungspsychologen Thomas Ellrott erleben wir einen Verlust der Ordnungssysteme wie Religion oder Familie. Die Hauptfrage, die wir uns alle stellen, ist daher: Wer will ich sein? Früher war es zum Beispiel wichtig, zu welchem Sportverein man gehört oder welches Auto man fährt. Heute signalisieren die „digitalen Tattoos“ Zugehörigkeit.  Essen eignet sich hervorragend als digitales Tattoo. Wer hat denn nicht schon einmal einen Schnappschuss seiner perfekt arrangierten, super leckeren Mahlzeit gemacht um ihn sofort auf Facebook, Instagram oder Twitter mit seinen „Freunden“ zu teilen?

Und was bringt's wirklich?

Auf der Suche nach dem Zusatznutzen von Lebensmitteln werden schnell Trends wie Beautyfood geboren. Das Positive: der Verzehr von Obst und Gemüse wird unter dem Begriff „Schönheit“ oder besser noch „Beauty“ attraktiv und cool.

Gerade während oder nach den Weihnachtsfeiertagen keimen die Diskussionen im Freundes- oder Familienkreis auf, da werden mir Fragen gestellt wie „Was muss ich essen, damit ich keine Falten bekomme?“ oder „Stimmt es, dass man mit Zimt abnehmen kann?“ Meine Antwort: Dass Obst und Gemüse gesund sind und in weiterer Folge auch Auswirkungen auf das Aussehen haben, ist unumstritten. Es ist zwar ein alter Hut aber: EIN Lebensmittel allein kann nie als gesund gelten, das schafft nur eine ausgewogene Ernährung mit ihrer Vielfalt an Nährstoffen. Am besten funktioniert eine optimale Ernährung, indem man möglichst vielseitig und abwechslungsreich isst, also von allem ein bissl was! Das gilt für Obst und Gemüse genauso wie für die gesamte Ernährung! Hierzu orientiert man sich am besten an der österreichischen Ernährungspyramide 

Tipp: machen Sie mit bei der 5-a-day-challenge! Im Blog meiner Kollegin finden Sie in regelmäßigen Abständen Tipps, wie man Obst und Gemüse ganz leicht in den Alltag einbauen kann und vor allem reichlich Motivation!

Fazit: Wer schön sein will muss ausnahmsweise nicht leidenwink

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