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Bittere Überraschung statt süßer Milka-Tafeln

Gefaktes Schokoladen-Gewinnspiel auf WhatsApp

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Warnung vor Fake-Milka-Nachricht (Bild: Mr Aesthetic/Shutterstock.com, Montage Brindlmayer/VKI)

Mithilfe bekannter Markennamen machen sich Betrüger auf die Jagd nach den Daten gutgläubiger User.

Billa, Spar, Hofer, Ikea, H&M, Adidas – schon etliche bekannte Markennamen mussten in der Vergangenheit für Fake-Gewinnspiele herhalten, die Gutscheine oder, wie aktuell bei Milka, einen Korb voll Schokolade versprochen haben. Die AK Vorarlberg hat bereits auf Facebook darüber berichtet, Milka selbst hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.

 

Arbeiterkammer Vorarlberg Facebook : https://www.facebook.com/AKVorarlberg/posts/1815489688472307

⚠️ Auch schon diese Whatsapp-Nachricht bekommen? Vorsicht, hinter dem Link versteckt sich natürlich kein Korb voll...

Gepostet von Arbeiterkammer Vorarlberg am Mittwoch, 25. April 2018

 

Phishing

Das Mitmachen ist entsprechend einfach, man muss nur ein paar Fragen beantworten oder zum Beispiel die Nachricht an 20 Kontakte weiterleiten. Und – was das eigentliche Ziel der Betrüger ist – man muss auf einer gefakten Website persönliche Daten, wie den Namen, das Alter, die E-Mail-Adresse oder auch die Wohnadresse angeben. Klassisches „Phishing“ also. Es gab auch schon Fälle, wo man dazu aufgefordert wurde, eine Browser-Erweiterung zu installieren, die nichts anderes als Spionagesoftware war.

Täuschend echt

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Warnung vor Fake-Milka-Nachricht (Bild: Mr Aesthetic/Shutterstock.com, Montage Brindlmayer/VKI)

Leider werden die Betrüger immer gefinkelter. Bei der URL der gefälschten Website nutzen sie mittlerweile die Möglichkeit von Sonderzeichen, etwa bei Milka ein „i“ ohne Punkt, wie man es im Türkischen findet (siehe Bild). Das fällt dann auf den ersten Blick meist gar nicht auf. Und auch bei der grafischen Gestaltung der Websites werden sie immer besser. Nur manchmal passieren ihnen noch Schnitzer, weil sie bei der Erstellung der Texte dann doch nicht so exakt arbeiten wie die Marketingabteilungen von Unternehmen (z.B. korb/Korb, siehe Bild).

Unsaubere Geschäfte

Beim versprochenen Gewinn schaut man natürlich durch die Finger. Im günstigsten Fall wird man in der Folge mit einer Welle an Spam-Mails beglückt, im ungünstigeren Fall verwenden die Betrüger die Daten, um unter einer falschen, aber glaubwürdigen Identität unsauberen Geschäften nachzugehen. So wird häufig im Online-Handel eingekauft, die Rechnungen (und Mahnungen) gehen dann an die Adresse des unwissenden Opfers, das alle Hände voll zu tun hat, um ohne Kosten und Verlust der Kreditwürdigkeit wieder aus der Sache herauszukommen. Was passiert, falls man unvorsichtigerweise auch die Konto- oder Kreditkartendaten bekanntgegeben hat, kann sich jeder selbst ausmalen.

Was kann man tun?

Dadurch, dass die Betrüger darauf bauen, dass die WhatsApp-Nutzer das Fake-Gewinnspiel weiter verbreiten, kann man in der Regel auch nicht zurückverfolgen, von wo es seinen Ausgang genommen hat. Wir alle können nur bei uns selbst ansetzen, indem wir Nachrichten mit verlockenden Gewinnversprechen kritisch hinterfragen, nicht weiterleiten und am besten grundsätzlich ignorieren. Dann kommen wir gar nicht erst in die Gefahr, eine bittere Überraschung zu erleben.

Warnungen

Aktuelle Warnungen vor Betrugsversuchen gibt’s übrigens regelmäßig in unserem Forum „Spam, Phishing, Betrug“ auf konsument.at.

 

 

 

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