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Datenschutz – wichtig, aber aufwendig?

Mit nur 3 Schritten zu mehr Privatsphäre

Datenschutz Apps (Bild: ESB Professional/Shutterstock)

Datenschutz Apps (Bild: ESB Professional/Shutterstock)

Wofür braucht eine Navigationsapp Zugriff auf mein Telefon? Oder auf meine Kontakte? Ist das wirklich notwendig, damit die App funktioniert? Ein erleuchtendes Gespräch unter Kollegen - und ein Video!

Wie viele Berechtigungen man erteilen muss, um eine neue Anwendung auf sein Smartphone herunterladen zu können, ist oftmals fragwürdig bis skurril. Aber andererseits möchte man ja doch nicht auf die bequemen Alltagshelfer verzichten. Also klickt man eben auf "Zustimmen", meist ohne viel Zeit und Gedanken zu verschwenden.

Eine Sache der Einstellung(en)

Dabei kann man mit wenig Aufwand bereits viel erreichen! Ich habe mir gemeinsam mit unserem Technik-Redakteur Gernot Schönfeldinger angesehen, wie ich das Beste aus den Einstellungen herausholen kann.

1. Prüfen

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Bevor du dir eine neue App herunterlädst, schau dir erstmal an, von wem diese stammt. Handelt es sich um einen seriösen Anbieter? Wird sie schon länger angeboten oder ist sie ganz neu? Lies dir die Bewertungen und Erfahrungsberichte von anderen Kunden durch.

2. Zustimmen

Wenn du dann ein gutes Gefühl hast, kannst du die App herunterladen. Dafür musst du zunächst alle geforderten Berechtigungen erteilen.

3. Einstellen

Sobald die App auf deinem Handy installiert ist, sollte sie dir in den allgemeinen Einstellungen unter dem Punkt "Apps" angezeigt werden. Dort kannst du dir dann ansehen, worauf sie Zugriff hat (z.B. Kontakte, Telefon, Ortungsdienst, Mikrofon) und das - ab der Android-Version 6.0 - gegebenenfalls ändern. Das läuft ein bisschen nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum". Manche Berechtigungen braucht die App schlicht, um zu funktionieren. Andere dienen mehr der Bequemlichkeit.

Ein Beispiel: Bei Google Maps ist der Zugriff auf das Telefon notwendig, damit auch während einer laufenden Navigation Anrufe durchgestellt werden können. Anders ist es bei dem Zugriff auf die Kontakte. Wenn du nicht nur die Telefonnummer, sondern auch die Adresse gespeichert hast, brauchst du nur den Kontakt angeben und Google Maps erkennt die Adresse als Ziel für die Navigation. Gewährt man diesen Zugriff nicht, kann man die Adresse einfach händisch eintippen.

Spezialtipp für Google-Kunden

Ehrlich gesagt: Ich habe mich bei all dem gefragt, ob es nicht "eh schon wurscht" ist. Google weiß doch mehr oder weniger sowieso alles über mich. Auch da wurde ich eines Besseren belehrt!

Im folgenden Video erklärt Gernot mir, wie ich über mein Google-Konto einstellen kann, welche Daten über mich und mein Nutzerverhalten gespeichert werden:

Datenschutz beim Google-Konto

 

Meine Daten gehören mir

Mein Fazit ist jedenfalls: Ich habe als Konsumentin doch wesentlich mehr und einfachere Möglichkeiten als ich dachte, mich um den Schutz meiner persönlichen Daten zu kümmern!

Übrigens: Wir haben auch eine Broschüre mit Datenschutz-Tipps für die beliebtesten Apps. Du kannst sie dir unter diesem Link kostenlos herunterladen.

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