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An die Arbeit, Entwickler!

Die Internetfähigkeit alleine macht Geräte weder intelligenter noch nützlicher

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Smarte Kaffeemaschine, übers Smartphone bedienbar (Bild: Proxima Studio/Shutterstock.com)

Ein Leser wies mich auf die Herkunft des Wortes „smart“ hin. Geht man bis ins Altenglische zurück, so kann man einen mehrfachen Bedeutungswandel feststellen. Statt für „intelligent“ stand es zumindest bis zum 12. Jahrhundert noch für „schmerzhaft“. Allerdings sind schmerzhafte Erfahrungen im Zusammenhang mit „smarten“ Geräten auch heute keinesfalls ausgeschlossen, man denke nur an mögliche Datenschutzprobleme.

Hausaufgaben

Natürlich muss man als Konsument nicht zwingend jeden Toaster mit dem Internet verbinden, nur weil er diese Möglichkeit bietet. Andererseits sollte man schon voraussetzen können, dass die Hersteller ihre sprichwörtlichen Hausaufgaben erledigen, wenn sie meinen, auf diesen Zug aufspringen zu müssen. Und diese Hausaufgaben bestehen darin, den Konsumenten nicht nur ein Plus an Komfort, sondern vor allem auch ein Plus an Sicherheit zu geben.

Sogar beim Komfort hapert es

Allerdings habe ich gewisse Zweifel, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird, denn sogar beim Komfort hapert es noch. Als ich auf der Internationalen Funkausstellung 2019 in Berlin einen per Smartphone-App steuer- und programmierbaren Kaffeevollautomaten entdeckte, war ich zunächst begeistert. Morgens kurz nach dem Weckerläuten automatisch frischen Kaffee brühen zu lassen, war eine reizvolle Aussicht. Dann folgte die Desillusionierung. Der erste Durchgang nach dem „Aufwachen“ der Maschine diente immer dem Spülen. Eine hygienisch wie auch geschmacklich sinnvolle Maßnahme, doch in einem zweiten Schritt gleich den gewünschten Kaffee zuzubereiten, das gelang der Maschine nicht ohne menschliches Eingreifen.

An die Arbeit!

Ein Beispiel für eine gute Idee, die nicht zu Ende gedacht wurde, denn wozu war dann die App überhaupt gut? Jedes Gerät ist nur so smart wie sein Entwickler. In diesem Sinne: An die Arbeit!

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