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Eine Frage der Haltung

Trau deinen Augen und Ohren lieber nicht!

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Heutzutage kann man nicht einmal mehr seinen eigenen Augen und Ohren trauen (Bild: FGC / Shutterstock.com)

„Das glaube ich erst, wenn ich es sehe“, ist eine Einstellung, die tief in uns verwurzelt ist. Zugleich ist sie eine unserer Schwachstellen, die seit jeher schamlos ausgenutzt wurde.

Historische und moderne Fälschungen

Gefälschte Urkunden, Kunstwerke oder Fotos ziehen sich durch die Geschichte. Ihre reine Existenz galt, manchmal über Jahrhunderte hinweg, als Beweis für ihre Echtheit. Heutzutage ist für wenig Geld Software erhältlich, mit deren Hilfe man den Kopf einer Person täuschend echt auf einen fremden Körper transferieren kann. Ebenso lassen sich Tonaufzeichnungen manipulieren. So finden sich etwa Politiker in Videos in einem Umfeld wieder, in dem sie sich nie aufgehalten haben oder sprechen Worte, die sie so nie gesagt haben. Faktum ist: Wer kritisch bleiben möchte, darf nicht einmal mehr seinen eigenen Augen und Ohren trauen.

Unbequem

Eine unbequeme Haltung in Zeiten von Fake News und „Filterblasen“, in denen man laufend nur die eigene Meinung bestätigt bekommt. Aber vielleicht eine Haltung, die eines Tages wieder in Mode kommt, selbst wenn man im Moment ausrufen möchte: „Das glaube ich erst, wenn ich es erlebe!“ Schließlich sind in der Vergangenheit schon ganz andere Blasen geplatzt.

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