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Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Modeschmuck kann Schadstoffe enthalten.

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Modeschmuck kann Schadstoffe enthalten (Bild: Korovina Anastasia/Shutterstock.com)

Schmuck ist ein beliebtes Geschenk zum Valentinstag. Aber Vorsicht: giftige Metalle oder andere gefährliche Chemikalien können die Freude trüben.

Metallschmuck

Im Jahr 2018 wurden im Zuge des Überwachungsplans in Deutschland bei jeweils ca. 8 % der untersuchten Schmuckstücke gesetzlich nicht erlaubte Konzentrationen an Cadmium und Blei gefunden – maximal bestanden sie sogar zu über 90 % aus diesen Metallen!

  • Blei sammelt sich im Körper und kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen, außerdem das Nervensystem und ungeborene Kinder schädigen.
  • Cadmium kann sich im Körper ansammeln, Nieren und Knochen schädigen sowie Krebs verursachen.
  • Auch Nickel, das allergische Reaktionen hervorrufen kann, wird immer wieder in überhöhten Konzentrationen in Schmuckstücken gefunden.

Blei, Nickel und Cadmium sind in Schmuck nicht grundsätzlich verboten: Die Verwendung dieser Metalle ist im EU-Chemikalienrecht lediglich stark reglementiert. Die Grenzwerte für Cadmium in Schmuckwaren liegen beispielsweise bei 0,01 %, für Blei bei 0,05 % (jeweils auf das Gewicht des Schmuckstücks bezogen).

Modeschmuck aus Kunststoff

Einige Additive in Kunststoffen können bedenklich für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt sein. Neben hormonell schädlichen Weichmachern können auch andere Schadstoffe, wie Flammschutzmittel, polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe und einige mehr enthalten sein.

Tipps

  • Kaufen Sie keinen Modeschmuck unklarer Herkunft (beispielsweise von einem Marktstand oder im Internet): Schmuck, der nicht in der EU produziert wurde, birgt eine größere Gefahr, dass die geltenden Grenzwerte von Schadstoffen nicht eingehalten werden.
  • Da die Metalle und andere Chemikalien vor allem durch Knabbern, Abschlecken oder dem versehentlichen Verschlucken abgelöst werden, sollten Kinder am besten gar keinen Modeschmuck bekommen.
  • Bessere Alternativen zu Modeschmuck sind möglichst regional produzierte Schmuckstücke mit einem höheren Anteil an Edelmetallen. Achten Sie dabei auf fair gehandeltes Gold.
  • Vermeiden Sie Modeschmuck aus Kunststoff, vor allem Weich-PVC oder Billigartikel aus dunklem Hartplastik.
  • Achten Sie auf den Geruch. Riecht ein Schmuckstück stark und undefinierbar, quasi „chemisch“, kaufen Sie das Produkt lieber nicht.
  • Fragen Sie bei Modeschmuck mit der Scan4Chem-App nach, ob besonders bedenkliche Chemikalien enthalten sind! Blei, Cadmium und einige Kunststoffzusatzstoffe zählen dazu.

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