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jö Bonus Club

Viele Beschwerden

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Der Jö-Bonusclub ärgert viele Konsumenten (Bild: VKI)

In den letzten Wochen erreichen uns in der VKI-Beratung gehäuft Beschwerden zum jö Bonus Club. Vor allem der Ausstieg aus dem System erweist sich als mühsam.

Seit Anfang Mai gibt es den jö Bonus Club, bei dem Konsumenten Vorteilspunkte sammeln und diese bei teilnehmenden Partnerunternehmen einlösen können. Aktuell mit dabei:

  • Billa (+ Billa Reisen)
  • Bipa
  • Merkur
  • ADEG
  • Penny Markt
  • Libro
  • Pagro Diskont
  • OMV-Tankstellen
  • Interio
  • Bawag PSK
  • Zgonc

Im ersten Moment klingt „Rabatte“ für Konsumenten verlockend. Doch Sie sollten sich fragen: Warum machen die Unternehmen das? Natürlich erhoffen sie sich davon etwas. Im Falle von jö sind das wohl Ihre Daten.

Was passiert mit Ihren Daten?

Bei jedem Einkauf geben Sie dem jö Bonus Club Informationen preis. Je nachdem, was alles in den Einkaufswagen kommt, kann ganz leicht ein Kundenprofil von Ihnen erstellt werden. In der Datenschutzerklärung von jö heißt es: „Datenschutz wird beim jö Bonus Club großgeschrieben.“  Und auch in den FAQ findet sich auf den ersten Blick die beruhigende Info:

Wer bekommt meine Daten?

Wir schätzen das Vertrauen, das uns unsere Kunden durch ihre Anmeldung zum jö Bonus Club entgegenbringen und versprechen, dass wir sorgsam und verantwortungsvoll mit diesen umgehen. Wir garantieren Ihnen, dass Ihre Daten beim jö Bonus Club sicher verwahrt und nicht weiterverkauft werden. Weiters erheben wir nur Daten von jenen jö Partnern, bei denen Sie auch Ihre jö Karte verwenden.

Nach Angaben von jö werden nur Daten gesammelt, die Ihr Einkaufverhalten, Ihre Präferenzen und mögliche Interessen widerspiegeln. Für personalisierte Werbung also. Damit wir Kunden rundum zufrieden sind. Ist doch für alle gut, oder? Ihre Erfahrungen, liebe Konsumenten, sagen aber etwas anderes.

Übrigens, so können Sie dem Profiling einen Riegel vorschieben. Nach dem einloggen gibt es die Möglichkeit im persönlichen Mitglieder-Bereich auf der jö-Website oder auch in der App im Bereich Profiling die personalisierte Werbung zu verbieten. Haken Sie einfach NEIN an. 

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Screenshot von https://www.joe-club.at/profil/profiling


In der VKI-Beratung, aber auch über die KONSUMENT-Leserbriefe, erreichen uns viele unzufriedene Berichte über den jö Bonus Club. Berechtigterweise möchten seit dem Zusammenschluss der einzelnen „Partner“ viele von Ihnen den Club verlassen. Die Praxis zeigt: Das gestaltet sich nicht immer leicht.

Hier einige ausgewählte Erfahrungsberichte, die uns erreicht haben.

Beispiel: Kündigung Billa-Vorteilsclub

Eine Konsumentin wollte nicht vom Billa-Vorteilsclub zum jö-Club wechseln und versuchte, beim Kundenservice von Billa zu kündigen. Dieser verwies auf den jö-Kundenservice, da sie nicht zuständig seien. Von jö bekam die Konsumentin dann die Antwort, sie möge sich bitte an den Billa-Kundenservice wenden. Die jö-Strategie: Ein Hin- und Herschicken der Kunden, bis diese aufgeben? In diesem Fall glücklicherweise nicht. Nach erneuter Urgenz ging die Kündigung schließlich durch.

Beispiel: Diskriminierung von Nicht-Smartphone-Nutzern

Es gibt ja mittlerweile für fast alles eine App. Natürlich gibt es die auch bei jö. Leider werden hier Nicht-Smartphone-Nutzer diskriminiert. Denn lädt man sich die App herunter und registriert sich als Neukunde bei jö, bekommt man sofort 100 Ös Startguthaben. Eine langjährige KONSUMENT-Leserin ärgerte dies sehr. Sie besitzt nämlich kein Smartphone und konnte diesen Bonus nicht nutzen. Die Dame fühlt sich diskriminiert; vor allem, da sie nur eine kleine Pension hat und auf Rabattaktionen angewiesen ist, um mit ihrem Budget auszukommen. „Gerade Smartphone-Nutzer sind doch oft nicht die Zielgruppe, die jeden Cent brauchen“, schreibt sie in einem Leserbrief.

Beispiel: Wann Rabatte einlösen?

Viele Konsumenten sind durch die Fülle der Rabattaktionen verunsichert. Zunehmend gibt es ohne Punktesammeln weniger Vergünstigungen für Kunden ohne jö-Karte. Aber selbst wenn man beim Club dabei ist:

  • Man fragt sich, wann löse ich am besten meinen 20-%-Rabatt ein? Und wo, bei Billa oder lieber bei Bipa?
  • Da muss ich jedenfalls gleich mehr einkaufen, damit es sich auszahlt.
  • Nächste Woche dann.
  • Oje … Gutschein abgelaufen!

Das ärgert! Ein KONSUMENT-Leser schrieb uns „Zum Glück gibt es ja nicht nur den Billa vor meiner Haustür, sondern in der Nähe auch noch den Spar. Hier fragt niemand nach (m)einer Kundenkarte.“ SPAR beweist: Es geht auch ohne Datensammelei. Rabatte gibt es durch die Rabattsammler-Heftchen aber trotzdem. Und zwar für alle Kunden.

Beispiel: Ös sammeln (Billa vs. OMV)

Für welche Einkäufe bekommt man wie viele Ös? Hier gibt es für viele Konsumenten eine unlogische Herangehensweise. Während man bei einigen Partnern pro 1 Euro Einkaufwert 1 Ö erhält (z.B. Billa), erhält man bei anderen erst für mehrere Euro 1 Ö (z.B. OMV).

jö gibt den Konsumenten auch keine Übersicht, sondern schreibt in den FAQ lediglich:

Wieviel ist ein Ö wert? Gibt es einen Umrechnungskurs?

Das hängt von jeweiligen Partnern ab, Ös können Sie aber ab 1 € sammeln. Die genauen Beschreibungen finden Sie auf den Webseiten der jö Partner oder auf jö-club.at.

Nach den jö-AGB entscheidet also jedes Partnerunternehmen selbst, wie viele Ös es wofür gibt. Die OMV macht es fast zur Wissenschaft. Ein Konsument wandte sich nach Nachfrage beim jö Bonus Club an uns. Er hatte bei der OMV einmal um 83 Euro getankt und einmal um 49 Euro. Beide Male erhielt er 33 Ös. Wie geht das?

Laut OMV wird zwischen verschiedenen Treibstoffarten unterschieden. Für Maxxmotion 100 Plus gibt es 1 Ö für einen Liter, für Diesel gibt es 1 Ö für 2 Liter. Das dürfte auch die Differenz bei den Rechnungen des Konsumenten erklären. Allfällige Einwendungen zu den vergebenen Ös müssen übrigens direkt bei den Partnerunternehmen vorgebracht werden. Siehe OMV jös. jö als Mutter hält sich da raus.

Beispiel: Datenlöschung

Bei der Datenlöschung ist es ähnlich fragwürdig wie bei der Kündigung. Wohin sich wenden? An jö oder direkt an die Partnerunternehmen? Wie heißt es so schön: „Nichts Genaues weiß man nicht.“ Auf der jö-Website bei der Datenschutzerklärung steht unter 2.1:

Der Betreiber steht dem Mitglied und allen sonst betroffenen Personen als erste Anlaufstelle für datenschutzrechtliche Belange in Zusammenhang mit dem jö Bonus Club zur Verfügung; insbesondere kann das Mitglied seine Rechte gemäß der DSGVO (Punkt 8) gegenüber dem Betreiber geltend machen. Der Betreiber ist postalisch, per E-Mail unter datenschutz@joe-club.at und telefonisch unter +43 1 386-5000 erreichbar. Das Recht des Mitglieds nach Art 26 Abs 3 DSGVO, seine Rechte nach der DSGVO bei und gegenüber jedem einzelnen jö Partner und dem Betreiber geltend zu machen, bleibt hiervon unberührt.

Auf gut Deutsch: Der Betreiber (jö Bonus Club) ist Ansprechpartner bezüglich Wünschen zur Datenauskunft und Löschung. Jedoch ist das auch jeder einzelne „Partner“ (Billa, Bipa etc.). Müssen Sie nun bei jedem einzelnen Partner auch die Auskunft oder Löschung beantragen? Nein, der Betreiber ist hierfür der Ansprechpartner. Sie haben aber auch das Recht, Ihre Ansprüche aus der DSGVO gegenüber jedem einzelnen Partner geltend zu machen. Und dann steht Ihnen bei Verletzungen Ihrer Rechte auch immer noch der Weg über die Datenschutzbehörde offen.

Unsere Empfehlung

Wir raten Ihnen: Sagen Sie „Nö zu jö“ (Zitat eines Leserbriefs), sollte Ihnen Ihre Privatsphäre wichtig sein. Andere Unternehmen zeigen, dass es auch ohne Kundenkarte, Datensammeln und mühsame Rabatt-Konstrukte geht.

Sollten Sie sich zu einer Kündigung beim jö Bonus Club entschließen, raten wir Ihnen, wie folgt vorzugehen:

  • Schicken Sie Ihre Kündigung an die genannte Mailadresse (service@joe-club.at) oder einen eingeschriebenen Brief an die Postanschrift Ö-Bonus Club GmbH, Industriezentrum 3, Objekt 16, 2355 Wiener Neudorf.
  • Verlangen Sie von jö eine Bestätigung der Beendigung des Kundenverhältnisses
  • Setzen Sie dabei eine Frist von gut 2 Wochen.
  • Mit der Kündigung können Sie gleich einen Antrag auf Löschung Ihrer Daten verbinden. In diesem Fall wird jö von Ihnen wahrscheinlich eine Ausweiskopie zur Identifizierung verlangen, wenn Sie diese nicht gleich beilegen.
  • Wir empfehlen daher, den Löschungsantrag extra per E-Mail (an datenschutz@joe-club.at) von jener E-Mail-Adresse aus zu machen, die Sie bei jö angegeben haben (auf diese Weise ist die Identifizierung leichter und Sie können dem möglichen Argument von jö, dass sie eine Ausweiskopie möchten, von vornherein begegnen).
  • jö muss Ihnen grundsätzlich binnen einem Monat mitteilen, dass dem Antrag auf Löschung entsprochen wurde, oder muss Ihnen schriftlich mitteilen, warum das Begehren derzeit noch nicht durchführbar ist.
  • Für den Antrag auf Datenlöschung haben wir einen Musterbrief (Word-Dokument) vorbereitet, den Sie verwenden können.

    Musterbrief Datenlöschung beim jö Bonus Club

Bei Problemen mit jö können Sie sich an unsere VKI-Beratung wenden. Wir sind auch an Ihren Erfahrungsberichten interessiert, die Sie gerne in den Kommentaren deponieren können.


Lesetipp

Auf KONSUMENT.at haben wir schon vor einiger Zeit über die Datensammelei beim Bonusprogramm jö des REWE-Konzerns berichtet: jö-Bonusclub: Rabatte mit Daten bezahlen.


Anmerkung: Der Beitrag wurde am 16.9.2019 aktualisiert.

  • Neu ergänzt wurde der Absatz zum deaktivieren des Profiling inkl. Screenshot.
  • Außerdem wurde der Satz betreffend der Diskriminierung von Nicht-Smartphone-Nutzern aktualisiert bzw. klarer verständlich formuliert. Betroffen sind neue Registrierungen via jö-App, welche mit 100 Ös belohnt werden. 

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30 Kommentare

DK

Ärger mit dem jö-Service!

Am 21.11.2019 habe ich ein Mail für Datenlöschung an den jö-Datenschutz geschickt. Es kam keine Antwort, dass das Mail eingegangen ist. Ich habe am nächsten Tag bei jö-Service  angerufen. Auf Empfehlung des jö-Service nochmals ein Mail geschickt - wieder keine Bestätigung über den Eingang des Mails. 

Heute, am 5.12.2019 habe ich nun zum 3. Mal angerufen und eine Servicemitarbeiterin am Telefon gehabt, die geeignet für eine Märchenstunde aber nicht für den Telefonsupport ist. 

Die Dame erklärte mir, ich solle mich gedulden, die Datenlöschung dauert 30 Werktage (immerhin 6 Wochen). 

Nie mehr jö - ein Desaster sondergleichen.

Mu

@Walter: Arbeiten Sie eigentlich bei den "Partnern" dieses ganzen Jö-Unsinns oder haben Sie nur etwas gegen den VKI? Sie sollten froh sein, dass es so etwas wie den VKI in Österreich gibt und nicht noch indirekt Werbung für eine derartige Datensammelorganisation betreiben. Mit Paranoia haben die Hinweise des VKI - sei es im Stammheft oder hier im Blog - überhaupt nichts zu tun. Der Verein kommt nur seiner Verpflichtung nach.

Ihr Satz "Man sollte meinen, dass man im Jö-Club Jö's sammelt..." zeugt auch nicht unbedingt von Rechtschreibkompetenz. Schöne Grüße vom Deppenapostroph.

Sie kennen doch sicher das Sprichwort vom Glashaus und den Steinen? Noch viel Vergnügen mit Ihren Ö's und Jö's...

Mu

Nachtrag: An das Redaktionsteam. War da nicht irgendwo einmal ein Hinweis, dass Schleichwerbung zu löschen wäre oder gilt dies nur für das Stammheft?

https://blog.vki.at/article/j%C3%B6-bonus-club#comment-1471

 "Autotransport -Fahrer"

Mu

@Stefan: "Datenschutz ist wichtig aber in Deutschland und Österreich wird Datenschutz groß geschrieben." Das wäre mir aber etwas ganz Neues! Wenn man bedenkt wie hoch der Smartphone-Anteil ist und wieviele Leute Facebook & Co benützen, da muss der Datenschutz zwangsläufig auf der Strecke bleiben. Oder können Sie mir eine Person aus Ihrem Umfeld nennen, die sich schon einmal ernsthaft mit den Datenschutzbestimmungen von Google, Android, etc sowie jenen der installierten Apps auseinandergesetzt hat? Von Facebook und WhatsApp möchte ich gar nicht reden. Ich komme aus dem IT-Bereich und weiß´wovon ich spreche. Also erzählen Sie mir nichts über Datenschutz. Sonst würden sich die Leute nicht ihre Telefone mit Apps bis zum Bersten vollstopfen. Ist ja alles ungemein praktisch und alles gratis. Gratis ja, aber nicht umsonst - siehe "jö".

Den von Ihnen (sogar mit Quellenangabe) erwähnten Artikel habe ich allerdings auch gelesen. Darin haben Sie jedoch verschwiegen, dass es sich um Gesundheitsdaten handelt, also so ziemlich die brisantesten Daten einer Person. Das wäre schon eher vorstellbar, doch sonst kann ich nicht glauben, dass insbesondere die Deutschen so viel Geld (immerhin so um die 180 Euro) für Datenschutz aufwenden würden, wenn sie doch ach diese bösen, bösen "Raubkopierer" sein sollen, die für Spitzensoftware nicht einmal einen Cent löhnen würden. Zahlen Sie übrigens für Ihren E-Mail-Anbieter oder schieben Sie - wie ein enorme Anzahl von Österreicher/innen - gmail & Co die Daten in den Rachen und laden recht herzlich zum Mitlesen ein? Traurig, dass sehr viele Firmen überhaupt darauf nicht achten und den Account ebenfalls dort haben...

"Ich frage mich nur wieso?" Dann würde ich einmal beim Anbieter Rückfrage halten, offenbar haben Sie mit Recherche schon gute Erfahrung.

Sie erhalten übrigens "Ös" und nicht "Ö's". Warum? Deshalb: www. deppenapostroph.info - alles klar?

HR

Da ich meinen Zugangs code nicht mehr weiss und ich die App auf mein Handy laden wollte habe ich wie angegeben die servicestelle angerufen da hat eine total demotivierte Dame abgehoben die absolut kein Interesse hatte mir weiterzuhelfen

Pa

Meine JÖ Karte funktioniert mit einem "Fakeprofil" ganz gut--spezielle Email Adresse,Handy mit Dual-Sim,halber Name--(unser Postbote genial...)......

St

Ich lese eure Beiträge regelmäßig und liebe es wie Ihr euch mit den aktuellsten Themen auseinandersetzt!

Datenschutz ist wichtig aber in Deutschland und Österreich wird Datenschutz groß geschrieben. Ein Deutscher ist bereit sogar $184 Dollar zu zahlen um seine Daten im Internet zu schützen, während Chinesen nicht ein mal $1 ausgeben würden.

(Quelle: https://medium.com/@aleccowan12/germans-have-long-been-stingy-on-privacy-could-their-history-be-the-future-of-data-protection-b368048b98d6)

Ich nehme meine Datenschutz ebenfalls sehr ernst, aber manchmal sind Vorteilsclubs eine gute Sache solange man dafür eine bestimmte Gegenleistung bzw. Mehrwert kriegt. Als Autotransport -Fahrer bin ich in ganz Österreich tätig und verbrauche ziemlich viel Kraftstoff monatlich. Dementsprechend, dachte ich mir, wenn ich auf der OMV Tankstelle sowieso tanke, warum nicht die Zusatzpunkte sammeln und die dann für z.B. Lebensmittelneinkauf verwenden?

Eine Sache ist aber hier klar, die JÖ Karte ist dafür geschaffen um den Konsumenten dazu zu bringen, dass er mehr verbraucht, damit er auch mehr Punkte sammelt. Wenn man z.B. auf der OMV den normalen Diesel tankt kriegt man pro Liter 0,5 JÖ's, wenn man aber den OMV Maxx Motion tankt, kriegt man 1 JÖ pro Liter! Ich frage mich nur wieso?

LG

Stefan

WP

Bei der OMVTankstelle in Walding gibt es überhaupt keine Ös. Die Kundenkarte auf dem Handy hat bisher an den Kassen nur hin und wieder funktioniert! 

Ga

Also, einige Aussagen kann ich ehrlich nicht wirklich nachvollziehen.
Jede Kundenkarte ist "Daten sammeln".. logisch. Die JÖ-Karte umfasst mehr Firmen, auch OK.. 
Ich kaufe z.B. nur bei Billa und teilweise Pagro ein. Ich habe mit meiner JÖ-Karte noch von keinem anderen Partner Werbung jeglicher Art erhalten, außer die Post von JÖ, die von allen Werbung beeinhaltet. Wird von mir aussortiert und gut ist es. 
Die Aussage von Hrn. Theis finde ich ebenfalls recht amüsant.. Hmm.. Er hat ja schließlich die Karte bei Pagro benutzt (Profiling hin oder her) .. Klar, daß die dann somit seine Daten haben. Und nicht von Billa, Merkur oder Bipa.
Ansonsten fällt mir z.B. zum Rabattsammler von Billa nur folgendes ein: Es war mit der alten VTC-Karte ebefalls so, daß immer vom Ersten bis zum Letzten FÜR den Rabattsammler gesammelt werden konnte. Es ist auch jetzt nicht anders. Und wie Thomas schon schrieb, ein wenig mitdenken beim Einlösen, und man kann sehr wohl sparen. Auch das war vorher nicht anderes. Die Ausnahmen gab es ja schließlich auch schon früher. 
Das gute beim JÖ (und bei vielen anderen KUNDENBINDUNGS-Karten) ist ja Gott sei Dank: Es ist freiwillig. 
Ich muß gestehen, ich habe gegenüber von der alten Billa-Karte nicht wirklich mehr Vorteile (liegt aber vllt auch daran, daß ich einige Partner einfach nicht in meiner Nähe habe), aber auch keine Nachteile. 
Und wenn ich wo einkaufe, wo ich nicht möchte, daß diese Firmen meine Daten nicht bekommen, dann geb ich sie einfach nicht her :)

Th

Ich würde vorschlagen, wenn man etwas kündigen möchte, dann macht man das so wie in der guten alten Zeit. Man schickt einen eingeschriebenen Brief. Das ist rechtlich nachweisbar und somit nicht zu ignorieren. Und wenn man sicher gehen möchte ist es vermutlich auch hilfreich, da gleich mit dem Anwalt zu drohen.

Ma

ich habe Anfang Juni das erste Mal kontakt mit Jö aufgenommen und meinen Kündigungswunsch inklusive Datenlöschung bekanntgegeben. Seitdem gab es bereits mindestens 9 Mails von mir, in denen ich jedes Mal um Bestätigung bat. Ich wurde bis dato ignoriert. Wie kann ich mich wehren?

FS

Ich unterstütze EDuch auch mit meiner schon jahrelang alten FB-Seite: "Konsumentenforum Österreich"!! Wenn Ihr etwas dazu habt, bitte dort auch einfügen.

LG

F. Schramböck

Th

Es ist nur zum Teil richtig, dass die Rabatte bereits im Vorhinein einkalkuliert sind. Man hat den Rabatt ja nicht immer sondern kann nur jeweils einmal pro Monat und Lebesmittelkette (Billa/Merkur etc.) den Rabatt einlösen. Würden die nun einfach auf alle Produkte einen entsprechenden Prozentsatz draufschlagen, wäre das gesamte Sortiment so teuer, dass es wohl jedem auffällt und im Preisvergleich ist man dann nicht mehr konkurrenzfähig. Also so kann man es nicht machen. Klar wird insgesamt so kalkuliert, dass am Ende trotzdem noch ein satter Gewinn für Billa/Merkur/REWE übrig bleibt. Ist schließlich ein gewinnorientiertes Unternehmen.

Aber zu dem Zeitpunkt zu dem man einen Rabatt von 20% einlöst und auch vorwiegend Produkte gekauft hat die dann dadurch wirklich günstiger sind als bei der Konkurrenz (das kann man ja vergleichen aber es ist aufwändig) der spart tatsächlich eine Menge. Auch im Vergleich zu Hofer und Lidl.

Sooo billig sind die nämlich auch nicht mehr, sonderen haben großteils nur noch diesen Ruf von dem sie bis heute zehren. Aber ich kaufe auch trotz Jö Rabattsammler immer wieder einmal etwas bei Hofer wenn es dort frischer und günstiger ist. Bei frischen Produkten wie Obst und Gemüse lohnt sich der Rabattsammler auch nicht so sehr da man Produkte die innerhalb weniger Tage verderben nicht gut auf Vorrat kaufen kann.

Wenn man einmal selbst darüber nachdenkt was man so von anderen vorgesestzt bekommt anstatt es einfach ungefiltert zu übernehmen und weiter zu verbreiten, dann kommt man auch dahinter, dass das nicht alles wahr sein kann.

FT

Danke für die Rückmeldungen

Viele vergessen aber, daß der Rabatt bei den Angeboten bereits einkalkuliert ist und die JÖ Karte nur der Datensammlung dient.

Welche Firma oder Supermarkt hat etwas zu verschenken?

Wem sollen generell diese diversen Kundenkarten, wo auch immer etwas nützen? Doch nur den Unternehmen.!

Os

Lieber Franz Trimmel,

genau so funktioniert Datenschutz: Sie möchten sich bei einem Unternehmen wegen starker Datenschutzbedenken abmelden und posten unter dem Artikel dazu gleich einmal Ihre Email-Adresse. So macht man es tatsächlich richtig!

Weiter so! :-)

Th

Hallo!

Ein paar Anmerkungen zu diesem äusserst einseitigen Artikel muss ich noch loswerden.

1) Billa vs. OMV

Ist doch völlig egal, wieviel man bei OMV sammelt. OMV ist bei Treibstoff deutlich teurer als eine Diskont-Tankstelle. Warum sollte man überhaupt bei OMV tanken? Wegen ein paar Ös die man dort bekommt eher nicht denn auch dann ist es immer noch teurer. Und Leuten die ihre Lebensmittel an der Tankstelle kaufen und dort um 50% oder gar um 100% mehr bezahlen als im Supermarkt ist ohnehin nicht mehr zu helfen.

2) Wann soll ich den Rabatt einlösen?

Wie schwierig kann das sein? Bei Billa hatte man nur einmal einen Rabatt von (je nach gesammelten Punkten) 10, 15 oder 20%. Jetzt hat man im Idealfall mehrmals 20% und kann seinen Rabatt einmal bei Billa und einmal bei Merkur einlösen um vergünstigt Lebensmittel zu kaufen. Das System ist also flexibler geworden. Und wann soll ich das machen? Klarerweise dann wenn ich einen grösseren Einkauf mache. Wann auch sonst? Ich werde nicht 400 gesammelte Ös herschenken um 20% auf einen Einkauf von 17 Euro zu erhalten, also € 3,40 zu sparen. Wobei das auch schon Geld ist. Aber 400 Ös sind im Direkttausch 4 Euro wert also würde ich damit zumindest 60 Cent verschenken. Wenn man ein wenig vorausplant, kann man so einiges was man innerhalb der nächsten 4 Wochen brauchen wird auch im Voraus kaufen. Man muss sich damit nur auf Produkte beschränken die nicht in kurzer Zeit verderben. Da ist man schnell einmal auf 100 Euro Einkaufswert. 20% davon sind dann 20 Euro. Das ist schon Geld und nicht gerade wenig. Da steigt man auch bei Hofer nicht billiger aus auch wenn manche Produkte dort günstiger sind, so sind es längst nicht alle und mit dem Rabatt von 20% kann man Hofer im Gesamteinkauf locker unterbieten. Das kann jeder gerne selbst nachrechen und nachkonrollieren.

Ein wenig das Hirn einschalten sollte man schon, wenn man etwas sparen will. Das war aber schon immer so. Wer in der Lage ist, etwas im Voraus zu planen und logisch zu denken, der konnte schon immer besser sparen als Leute die das nicht tun. Man könnte also sagen: Nicht-Smartphone-Nutzer werden beim Jö Bonusclub nicht diskriminiert, sondern Nicht-Gehirn-Benutzer :)

Ich fände es wirklich schade, wenn der Jö Bonusclub irgendwann wieder abgeschafft würde nur weil er überall mit fadenscheinigen Argumenten schlecht gemacht wird und die Leute ihre Daten lieber an Facebook, Google, Apple und Amazon verschenken als sie dem Jö Bonusclub im Tausch gegen saftige Rabatte zu verkaufen.

Bild des Benutzers dbrindlmayer

Sehr geehrter Herr Trimmel,

Ich habe Ihnen soeben unseren Musterbrief per E-Mail zugesandt. Ihre Fehlermeldung dazu können wir leider nicht nachvollziehen. Daher die Bitte an Sie sowie auch an alle anderen User: Kommt das Problem auch bei Ihnen vor? Bitte machen Sie doch einen Screenshot und schicken ihn an blog@vki.at

T

S.g. Damen und Herren

Meine Kd.Nr.: 154718 / P

Ich möchte vom JÖ-Club austreten und Löschung meiner bisher gespeicherten Daten beantragen.

Dazu gab es Informationen im ORF (Sendung "Konkret") und einen Hinweis auf Ihren Musterbrief im Internet unter dem Titel

"Musterbrief Datenlöschung beim jö Bonus Club"

Leider funktioniert dieser Link nicht.

Es kommt die Meldung: We're sorry, this download is no longer available.

Ich habe Windows Version 8.1

Der link ist zu finden auf URL https://blog.vki.at/article/j%C3%B6-bonus-club.

Können Sie mir bitte den Musterbrief per E-mail Anhang zusenden

E-mail: trimmel.franz@aon.at

Bitte um Info und Vielen Dank im Voraus

Franz Trimmnel

 

Th

Hallo!

Ich war ja zuerst auch skeptisch aber ich bin seit den Anfängen beim jö Bonusclub und bisher habe ich nichts  auszusetzen. Allerdings bin ich auch ein begeisterter Rabattjäger der wirklich viele Preise vergleicht.

War auch vorher beim Billa Vorteilsclub, Friends of Merkur und die Bipa Card hatte ich auch. Im direkten Vergleich bietet Jö beim Rabattsammeln ganz klar mehr für Leute die grössere Familien haben und daher mehr einkaufen und ganz klar weniger für Alleinstehende und Paare mit kleineren monatlichen Einkäufen da einerseits die untere Grenzen für den Rabattsammer gehoben wurden, und man andererseits nicht mehr jeden Cent sammelt sonderen auf Euros abgerunden wird. Bei vielen kleinen Einkäufen wirkt sich das aus. Und bei Merkur bekommt man jetzt zwar bis zu 20% anstatt der vorherigen 15% aber muss dafür auch 400 Ös abdrücken wohingegen man davor nur 4 Einkäufe zu egal welchem Preis gebraucht hat. Das ist eine ganz klare Verschlechterung.

Kauft man aber eben grundsätzlich viel ein im Monat weil m an einfach aufgrund der großen Familie so viel braucht, dann kommt man locker auf 800 Ös pro Monat und hat somit im Folgemonat einmal 20% auf einen Einkauf bei Merkur und einmal 20% auf einen Einkauf bei Billa. Wenn man das halbwegs gut plant, diese Einkäufe gut auf das Monat verteilt und Produkte die nicht schnell verderben und die man ohnehin in den nächsten Wochen benötigen wird in grösseren Mengen kauft dann lohnt sich das erst recht. Und die Ös die nach zweimal Rabattsammler Einlösen übrig bleiben die verliert man nicht so wie früher beim Billa Rabattsammler sondern kann sie sammeln und dann bei einem Einkauf direkt zum Bezahlen verwenden. Das ist zwar nicht wahnsinnig attraktiv weils nur 1% ist, so wie bei DM, aber wenn man bedenkt dass man sie davor am Ende des Monats verloren hat (Billa Rabattsammler) ist es dennoch eine Verbesserung.

Ich vergleiche auch mit anderen Geschäften und kaufe schon einmal etwas bei Hofer und statt zu  Bipa gehe ich eher zu DM weil das trotzdem günstiger ist und ich würde auch nie meinen Rabattsammler bei BIPA einlösen weil sich das einfach nicht lohnt. DM hat übrigens ein viel unnützeres Bonussystem. Dort sammelt man durch Payback auch irgendwelche Punkte die aber dann tatsächlich nur einen Cent wert sind. Also total lächerlich. Vorher gab es zumindest 10% auf einen Einkauf. Jetzt ist es nur noch 1%.

Ja, der Jö Bonusclub weiß dann was ich eingekauft habe. Daraus läßt sich einiges ableiten. Aber er weiß ja nicht, für wen allen ich einkaufe, von daher sind diese Daten nur scheinbar nützlich. Und ich finde es durchaus amüsant, wenn die Leute einerseits Angst davor haben, dass ihre Daten missbraucht werden könnten, andererseits aber auf Facebook und Instagramm Urlaubsbilder mit Geokoordinaten posten und bei ihren Handys ständig die Standortbestimmung eingeschaltet haben sowie daheim Alexa nutzen. Meine Daten werden so oder so missbraucht, da kann ich gar nichts mehr dagegen tun ausser als Eremit in eine Hütte am Berg ohne Strom und Internet zu ziehen und der Zivilisation zu entsagen. Aber wenn ich schon meine Daten hergebe, dann gebe ich sie zumindest lieber im Tausch gegen großzügige Rabatte anstatt für ein Unternehmen wie Amazon das mir nicht nur nichts dafür gibt sonderen für dessen Dienste ich sogar noch bezahlen muss.

WT

Die Beschwerden bewegen sich wahrlich in den intellektuell lichtesten Höhen

Da regt sich MT, der eigentlich nur bei Billa und Merkur einkauft, aber uneigentlich einmal auch bei Pagro, darüber auf, dass er nachher eine E-Mail von Pagro erhielt. Was der Inhalt war, wurde leider nicht verraten. War es wirklich eine Profiling-Mail (sprich eine auf das Einkaufsprofil zugeschnittene Kaufanregung) –  oder bloß eine Begrüßungsmail oder der Newsletter?

Pagro hat die E-Mail-Adresse natürlich nicht von Billa oder Merkur, sondern vom Jö-Club, weil man eben dort Mitglied und dort zentral registriert ist - und nicht bei Billa, Merkur oder bei einem anderen Clubpartner. Es ist doch selbstverständlich, dass die Jö-Club-Partner Zugriff auf die persönlichen Grunddaten haben. Das ist ja kein Profiling. Und Newsletter erhält man dann natürlich von allen Clubpartnern – und das offenbar erst, wenn man dort mit der Clubkarte eingekauft hat, was ja durchaus positiv zu werten ist. Man wird also nicht von vornherein von allen Unternehmen mit Newslettern bombardiert, sondern erst wenn man dort Kunde war. (Üblicherweise enthalten Newsletter am Ende einen Link, den man nur anzuklicken braucht, um sich vom Newsletter abzumelden).

Offenbar sind nicht wenige durch die Verunsicherungskampagne des VKI völlig verwirrt worden. Gratulation an den VKI!

MT

S.g.Damen und Herren, ich verwende die JÖ-Karte eigentlich nur bei BILLA oder MERKUR und obwohl ich im Profiling "NEIN" angehakt habe, erhielt ich nach einem Einkauf mit der JÖ-Karte bei PAGRO einige Tage später eine E-Mail von PAGRO. Obwohl ich NIE digital mit PAGRO im Kontakt gestanden bin. Die können meine E-Mail-Adresse ja wohl nur von BILLA/MERKUR haben! So viel zum Thema "Datenweitergabe". Ich stehe knapp davor, meine Mitgliedschaft bei JÖ auch zu kündigen. mfG.

Wa

Für mich ist die Hysterie des VKI nicht nachvollziehbar. Ich habe wegen der Verunsicherung durch den VKI lange gezögert, eine Merkur Friends Karte zu beantragen. (Frage: Bekomme ich jetzt die jahrelang entgangenen Rabatte vom VKI vergütet?). Genützt habe ich sie fast ausschließlich nur für den Kauf der um 25% verbilligten Wochenangebote, da ich bei einem Biomarkt Stammkunde bin. Was weiß also Merkur über mich? Dass ich nur gelegentlich verbilligte Aktionsprodukte kaufe - und somit ein Schmarotzer bin? Stehe ich jetzt bei allen Banken auf der schwarzen Liste und bin nicht mehr kreditwürdig? Dank VKI bin ich dazu verdammt, im Dauerstress der Ungewissheit zu leben, da ich keinen Bankkredit beantragt habe, weil ich keinen brauche.

"Warum machen die Unternehmen das?" fragt VKI-Redakteurin Maria Ecker und gibt sich gleich die Antwort: "Natürlich erhoffen sie sich davon etwas. Im Falle von jö sind das wohl Ihre Daten." Dass sich die Unternehmen etwas erhoffen, ist klar und legitim. Aber dabei, dass das Objekt der Begierde das unbegrenzte Datensammeln ist, ist sich nicht einmal Maria Ecker sicher (daher das relativierende "wohl"). Aber nichtsdestotrotz wird auf dem Datensammeln ein Gespenst aufgebaut.

Zweck ist Kundenbindung
Der Zweck solcher Kundenkarten ist die Kundenbindung: Wer öfters bei einem Partnerunternehmen einkauft, kann Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Dabei werden natürlich Einkaufsdaten benötigt, sonst könnten keine Punkte gesammelt werden. Rewe hat mit der Jö-Club-Karte die Kundenkarten der einzelnen Tochterunternehmen zusammengeführt und Partner dazugewonnen. Ziel ist offenbar die stärkere Bindung der Kunden an den Gesamtkonzern. Bei welchem Konzernunternehmen eingekauft wird, spielt für den gewährten Rabatt keine Rolle. An sich ein Vorteil für Konsumenten.

Warum sollten die Einkaufsdaten an Unternehmen, die nicht am selben Kundenprogramm teilnehmen, weiterverkauft werden? Das wäre ja gegen die Interessen der Partnerunternehmen. Soll man ernsthaft befürchten, dass Rewe die Daten an Spar oder an die Erste Bank (die Bawag erfahre ohnehin alles, wurde vom VKI allen Ernstes schon behauptet) oder an eine Immobilienvermittlungsagentur verkauft? Oder an wen sonst? Der Jö Bonus Club versichert in seiner Stellungnahme, dass nur das jeweilige Partnerunternehmen die eigenen Kundendaten sieht. Das muss man nicht glauben, auch wenn es plausibel erscheint, denn was interessiert z.B. Pagro, dass ich Kaffeetrinker bin. Und was, wenn die Rewe-Zentrale wüsste, dass jemand sowohl bei Merkur als auch bei Billa nur jeweils die verbilligten Produkte kauft? Fürchterliche Enttarnung: Das Clubmitglied X ist ein Schmarotzer zum Quadrat.

Und falls ich regelmäßig E-Mails erhalten sollte, die auf häufig von mir gekaufte Produkte hinweisen (was bisher nicht der Fall war), habe ich kein Problem damit. Die kann ich ungelesen löschen, wenn's mich nicht interessiert. Wesentlich nerviger war früher bei jedem Einkauf bei BIPA und dm die Frage "Haben sie ein Kundenkarte oder wollen Sie eine?". Und lästig ist das Profiling bei Google: Wenn man irgendein Produkt gesucht hat, wird das dann bei jeder x-beliebigen Suche eingeblendet.

Beispiel: Kündigung Billa-Vorteilsclub
Eine Konsumentin wurde zwecks Kündigung ihrer Billa-Clubkarte von Billa zu Jö und wieder zurückgeschickt. Sehr ärgerlich, keine Frage. Typischer Fall von Desorganisation oder auch Anfangsschwierigkeiten. Aber der VKI beschwört gleich eine bösartige Strategie herauf: "Die jö-Strategie: Ein Hin- und Herschicken der Kunden, bis diese aufgeben?"

Beispiel: Diskriminierung
Dass man bei elektronischer Durchführung (hier Registrierung per App) einen zusätzlichen Bonus erhält, ist ja keineswegs einzigartig. Doch wird dieser Umstand beim Jö-Club vom VKI zu einer (schrecklichen) Diskriminierung aufgebauscht, nur weil sich eine Leserin diskriminiert fühlt. Ich verzichte bewusst auf diese Smartphones, die mehr Ärger und Zeitverlust bereiten als Nutzen bringen, fühle mich aber nicht diskriminiert, wenn die triebhaften Smartphone-Besitzer einen läppischen Vorteil haben. Der VKI schafft es, aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen. Langsam begreife ich: der VKI ist das Sprachrohr der Neidgesellschaft.

Eine echte Diskriminierung wird es, wenn keine Clubkarten mehr ausgegeben werden, sondern der Besitz eines Smartphones Voraussetzung sein wird - und das wird kommen. (Wie ich kürzlich festgestellt habe, ist zum Kauf von Zigaretten am Automaten eine Bankomatkarte mit Kontaktlos-Funktion Voraussetzung. In dieser Funktion liegt tatsächlich eine Gefahr, deshalb habe ich sie physisch deaktiviert. Aber zum Glück bin ich kein Raucher ...)

Beispiel: Rabatte für alle
Seitens des VKI wird - absichtlich? - die Tatsache unterdrückt, dass  auch bei den Rewe-Unternehmen Merkur und Billa immer wieder 25%-Rabatt-Pickerl aufgelegt werden, die eine Woche lang gültig sind und ohne Kundenkarte genützt werden können - genauso wie bei Spar. Die Frage ist allerdings; wie lange noch.

Verschlechterung woanders
Die Verschlechterung für Kunden liegt woanders. Bisher erhielt man bei Merkur ab vier Einkäufen (unabhängig von der Einkaufssumme) pro Monat einen einmaligen Rabatt von 15% auf einen Einkauf im Folgemonat. Bei Jö kommt es auf die Einkaufssumme an: je höher die Summe, desto mehr Punkte. Das ist zwar aus Unternehmenssicht verständlich, aber nachteilig für Konsumenten, die wenig einkaufen (obwohl jetzt die Einkäufe bei allen Partnerunternehmen zählen). Deshalb habe ich mir bisher auch keine Jö-Clubkarte zugelegt. Zu befürchten ist auch, dass die fallweise ausgegebenen 25%-Rabattpickerl, die derzeit von jedermann und auch mehrmals, in Zukunft jedoch nur mehr mit Jö-Clubkarte und dann nur mehr einmal bei einem der Rewe-Unternehmen in Anspruch genommen werden können. Das wäre zwar ärgerlich, läge aber in der unternehmerischen Entscheidungshoheit von Rewe.

VKI: Hysterie und Paranoia
Diverse Probleme gibt es, wie aus Beschwerden hervorgeht. Diese sollen auch aufgezeigt werden. Aber die Haltung des VKI grenzt an paranoiden Verfolgungswahn wegen gesammelter Daten. Seitens des VKI musste wohl oder übel zugegeben werden, dass die Recherche lückenhaft war. Kein Wunder, wenn von einer negativen, vorurteilbehafteten Grundeinstellung ausgegangen wird.

Das Vorgehen des VKI ist in vielen Fällen - und das nicht nur bei diesem Thema - unseriös. Der VKI sollte sich in Verein für Konsumenten-Desinformation und -Verunsicherung umbenennen.

Zur "Kompetenz" dieses VKI-Blogbeitrags passt auch die Schreibweise "Nach dem einloggen" (war auch schon nach den alten Rechtschreibregeln großzuschreiben).

Jö-Club: Peinlicher PR-Fehler
Dass mit der Jö-Clubkarte Ös gesammelt werden, ist ein PR-Missgriff. Man sollte meinen, dass man im Jö-Club Jö's sammelt, was bei den Konsumenten bei jedem gesammelten Punkt ein freudig ausgerufenes "Jö" auslösen soll. Aber nein, gesammelt werden Ös, was fatal an die alte Währung Österreichische Schilling erinnert. Offenbar war der Erfinder der Ös ein Jungspund, der nicht mehr das Währungskürzel für den Schilling kennt. Ein Umstand, der einem den Jö-Club madig machen kann: Denn ich sammle Euros und keine Schillinge.

EP

Diese   Antwort habe ich bekommen als ich bei  jöBonus-Club kündigte--------

 

Sehr geehrte Frau Pöcho,

vielen Dank für Ihr Anliegen. 

Es ist schade dass Sie sich dazu entschieden haben, uns zu verlassen.
Jedoch bitte ich Sie, für die Löschung Ihrer Daten ein Mail an datenschutz@joe-club.at zu schreiben.

Bitte geben Sie in dieser Mail folgende Daten an:

  • Mitgliedsnummer
  • Ihre sechsstellige Zugangsnummer, die Sie sich bei der Registrierung selbst vergeben haben.
  • vollständiger Name
  • Geburtsdatum
  • E-Mail Adresse
  • vollständige Wohnadresse

Liebe Grüße
[Name von der VKI-Blog-Redaktion gelöscht]
Ihr jö Bonus Club

WW

Seit einiger Zeit kann man auch nicht mehr die stocard-App verwenden, obwohl das vorher funktioniert hat. Die lapidare Begründung vom jö-Club lautet, dass das technisch nicht möglich sei (war es aber bis zu diesem Zeitpunkt). Ausserdem kann die physische Karte bei der Kassa verwendet werden, was keinen Unterschied zur Karte in der stocard-App darstellt, da diese ja auch nur die Kartennummer darstellt. Auf die Frage nach den technischen Gründen bekam ich keine Antwort mehr.

Bild des Benutzers dbrindlmayer

Sehr geehrter jö Bonus Club,

Ich darf in Vertretung meiner Kollegin Maria Ecker (Urlaub) auf Ihre Stellungnahme antworten.

Profiling

Wir werden im Blog-Beitrag den Hinweis ergänzen, dass man sich als Kunde im "persönlichen Mitgliederbereich" auf joe-club.at sowie auch in der App dem Profiling entziehen kann. 

Beispiel Kündigung Billa-Vorteilsclub

Sie möchten es vielleicht nicht als Strategie bezeichnen. Diese ist es in unseren Augen jedoch schon. Denn man hätte sich als REWE ja auch ganz bewusst dafür entscheiden können keinen jö Bons Club zu gründen, sondern alles so zu belassen wie bisher.

Für Kunden ist es nichtsdestotrotz verwirrend. Wo hinwenden? Bei einigen Belangen ist es der jö Bonus Club, bei anderen direkt die Partner. Wir denken, dass Sie hier noch Potential in der Kommunikation mit ihren Kunden haben.

Wie wäre die Sachlage, wenn die Dame vom Billa-Vorteilsclub zum jö Bonus Club gewechselt wäre. Hätte sie bei beiden Stellen kündigen müssen oder hätte der jö Bonus Club gereicht?

Beispiel Diskriminierung von Nicht-Smartphone-Nutzern

Die Formulierung im Beitrag ist auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz verständlich (wir werden diese umformulieren). Jedoch ändert Ihr Argument nichts an der Tatsache, dass Kunden die kein Smartphone besitzen die 100 Ös für die neue Registrierung via App nicht bekommen werden.

Beispiel Ös sammeln

Verzeihen Sie, im jö-Blog haben wir nicht nach der Aufgliederung der Ö-Verteilung in Ihrem Club gesucht. Unser Fehler. Bitte akzeptieren Sie aber auch unser Argument, dass in einem Blog-Beitrag wohl kaum ein Kunde nach ebendieser Information suchen wird. Wir würden es begrüßen, wenn Sie diesen Hinweis auf Ihrer Website gut auffindbar platzieren würden. Oder zumindest einen Link dorthin. Der FAQ-Bereich wäre auch passend.

Beispiel Datenlöschung

Gut zu wissen, dass man sich bei einem Datenlöschungsansuchen völlig klar an den jö Bonus Club wenden soll. Gilt dies dann auch für die Daten, die z.B. Billa von einem Kunden hat? Oder muss man sich hier (wie bei der Kündigung) direkt an Billa wenden? Folgt man Ihrer Theorie, so müssten Kunden bei beiden Stellen eine Datenlöschung beantragen. Ist das korrekt? Und falls ja, fragen Sie sich selbst, ob dies kundenfreundlich ist.

 

Vielen Dank, sehr geehrter jö Bonus Club, dass Sie auf unsere Kritik reagiert haben. Das finden wir gut. Dennoch würden wir uns noch ein paar Verbesserungen wünschen, welche wir hier aber auch in unserer ersten Publikation auf konsument.at genannt haben.

Viele Grüße
Ihre Daniela Brindlmayer

TL

Kündigen geht ganz einfach online: https://www.online-kuendigen.at/joe-bonus-club

Wo

Danke dass man sich um dieses Thema annimmt. Bei den genannten Firmen wird man fast schon gezwungen das man die Karte nimmt, ansonsten bekommt keine Rabatte. Und nur weil man das Konsumverhalten der Person aufzeichnen möchte. Ich habe mittlerweile die zu einen Marktbegleiter gewechselt, wo keine Karte für Rabatte erforderlich ist.

j

Sehr geehrte Frau Ecker,

Zur Präzisierung Ihrer Darstellung, dürfen wir einige Punkte näher ausführen.
 

Zum Punkt „Was passiert mit Ihren Daten?“

Bei der Anmeldung zum jö Bonus Club geben Kunden ihre Stammdaten (Name, Adresse, Geburtsdatum) an. Darüber hinaus erhalten wir von unseren Partnerunternehmen Informationen welche Produkte Kunden kaufen. Daraus werden die gesammelten Ös der Kunden errechnet und zu den verfügbaren Ös der Kunden hinzugefügt. Basierend auf diesen Daten bekommen zusätzlich jene Kunden, welche dem Profiling proaktiv zugestimmt haben, auch individuelle Vorteile unserer Partnerunternehmen zur Verfügung gestellt.

Unsere Partnerunternehmen sehen jeweils nur ihre eigenen Kundendaten.

Ein Beispiel: Ein Kunde benutzt seine jö Karte beim Einkauf in einer Filiale eines Lebensmittelhändlers, fährt weiter zu einem unserer Partnerunternehmen tanken und benutzt dort die jö Karte ebenfalls. Die gesammelten Daten in der Lebensmittelfiliale bekommt nur der Lebensmittelhändler, aber nicht alle anderen Partnerunternehmen. Die beim Tanken gesammelten Daten bekommt auch nur unser Tankstellen-Partner, aber weder der Lebensmittelhändler noch einer der anderen Partnerunternehmen.

Die Daten werden NICHT zwischen den einzelnen Partnern ausgetauscht.

Grundsätzlich werden keine Daten ohne Einverständnis des Kunden gespeichert. Erst wenn der Kunde unseren AGBs zustimmt und auch seine Einkäufe mit der jö Karte tätigt, werden diese Einkäufe gespeichert. Dies ist für den Betrieb des Partnerprogrammes (Gutschrift von Ös) unbedingt erforderlich. Der Kunde hat jederzeit die Wahlfreiheit seine jö Karte bei Einkäufen zu verwenden.

Wenn ein Kunde kein Profiling möchte, dann kann er das Programm in seiner Basisfunktion nutzen, d.h. der Kunde kann Ös sammeln und beschränkt bei allgemeinen Programmmechaniken einlösen, wie den jö Einkaufsbonus und den jö Rabattsammler. Er bekommt jedoch keine individuellen, auf sein Einkaufsverhalten zugeschnittene Coupons. Die Daten eines Kunden ohne Profilingzustimmung werden auch nicht für andere Zwecke verwendet.

 

Zum Beispiel „Kündigung Billa-Vorteilsclub“

Der jö Bonus Club ist ein eigenständiges Unternehmen und nicht mit anderen Kundenklubs verbunden. Daher muss man sich für eine Teilnahme beim jö Bonus Club auch zusätzlich anmelden. Als jö Bonus Club können wir daher selbstverständlich auch nicht die Abmeldung bzw. Kündigung der Mitgliedschaft bei einem anderen Unternehmen und seinem Kundenklub durchführen! Dahinter steht keine Strategie sondern schlicht die gesetzlichen Regelungen.

 

Zum Beispiel „Diskriminierung von Nicht-Smartphone-Nutzern“

Tatsächlich gab es nicht für den ersten Login in der jö App ein Startguthaben von 100 Ös. Auf unserer Startseite joe-club.at weisen wir darauf hin, dass dieses Startguthaben ausschließlich für die Neuanmeldung via jö App gilt.

 

Zum Beispiel „Wann Rabatte einlösen?“

Der jö Bonus Club ist ein Kundenklub. Als solcher sind wir kein Pricing-Tool und greifen daher auch nicht in die Preisgestaltung der jö Partner ein. Jedem Partnerunternehmen obliegt es daher selbst, so wie dies auch schon davor war, jeweilige Aktionen und Rabatte selbst zu bestimmen. Auch vor dem jö Bonus Club musste man als Mitglied eines der Altklubs schauen, welche Rabatte und Aktionen wann gegolten haben.

 

Zum Beispiel „Ös sammeln“

Fälschlicherweise erläutern Sie, dass der jö Bonus Club den jö Mitgliedern keine Übersicht über die Sammelmöglichkeiten gibt. Tatsächlich gibt es hier eine detaillierte Aufstellung: https://www.joe-club.at/blog/oes-sammeln-wie-geht-das-denn-nun

 

Zum Beispiel „Datenlöschung“

Es ist völlig klar, dass eine Mitgliedschaft beim jö Bonus Club auch nur beim jö Bonus Club gekündigt werden kann.

 

Zu Ihrer Empfehlung bei einer Kündigung auch eine Löschung der Daten zu tätigen:

Bei einer Kündigung werden selbstverständlich die Kundendaten gemäß DSGVO gelöscht!

Die angesprochene Ausweiskopie ist nur in Einzelfällen nötig, nämlich dann wenn keine weiteren Identifikationsmöglichkeiten wie Email-Adresse, Geburtsdatum oder Adresse fehlen. Dies dient ausschließlich der Vorbeugung von Missbrauch, denn niemand möchte wohl eine von einer anderen Person in Auftrag gegebene Löschung seiner Mitgliedschaft.

Beste Grüße,
Ihr jö Bonus Club

Va

Vielen Dank für diesen nützlichen Beitrag. Habe soeben alles gekündigt. Erst sammelt man Punkte, dann kann man wieder nichts einlösen, es ist einfach nervig. Da spar ich mir lieber meine Nerven!

JS

Ich habe in der Zwischenzeit alle meine Kundenkarten entsorgt weil ich nicht wirklich eine Ersparnis gesehen habe, ausserdem ist mir meine Zeit zu schade, einem jeden Rabatt hinterher zu laufen bzw. zu fahren. Nun ärgere ich mich schon seit Monaten wenn ich bei der Lidl-Kassa nach meiner LidlApp gefragt werde, ich finde das richtig aufdringlich und fühle mich auch belästigt. Auf meine Beschwerde bei Lidl erhielt ich zur Antwort dass das Personal den Auftrag von der Zentrale hat, aber das ist ja schon richtiger Terror!

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