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Mädls, es gibt Pizza

Wie das Leben so spielt

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Ärgerlich... (Bild: Carboxylase/Shutterstock.com)

Wetten, dass..??? Ich es nicht schaffe zu duschen, ohne dass die Badezimmertür 10 Mal aufgerissen wird, weil ein Kind gerade uuuur dringend etwas braucht, sich die Kinder die Köpfe einschlagen, der Hund den Inhalt des Mistkübels im Haus verteilt oder die Freiwillige Feuerwehr anläutet und um eine Spende bittet?

Aber das allein wäre es ja nicht, was meinen Alltag mit Kindern und Hund Sammy, unserem neuen Familienmitglied seit letztem Sommer, so ungemein spannend und abwechslungsreich macht.

Nein, es sind die vielen anderen Dinge, die so in der besinnlichen Vorweihnachtszeit alle Jahre wieder in einer unerwünschten Regelmäßigkeit passieren…

Die besinnliche Vorweihnachtszeit

Wenn es nach dem Wetter geht, müssten wir ja eigentlich Weihnachten und Ostern tauschen. Denn zu Weihnachten regnet es häufig und es hat verlässliche 10 Grad Plus die sich durch einen aufkommenden Föhn wie geschmeidige 15 Grad anfühlen. Zu Ostern können wir dann wieder einen Schneeosterhasen bauen und die Eier unter einer zarten Schneedecke suchen. Das macht Spaß…

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Das Gatschgewand meines Sohnes (Bild: Nina Siegenthaler)

Somit ist die Gatschzeit auch zu Weihnachten ausgeprägt und das Christkind bringt statt Skihosen Gatschhosen. Diese zählen bei uns v.a. für meinen Sohn zur täglichen Grundausstattung.

Leider gibt es noch keine Gatschbezüge fürs Auto. Mein Sohn nimmt nämlich die Bezeichnung Gatschhose sehr wörtlich und wälzt sich damit regelrecht im Gatsch und statt Schneebällen wirft er mit Gatschkugeln. Ich bin ja grundsätzlich auch eine Befürworterin des „Draußen Seins bei jedem Wetter“, aber als ich ihn dann letztens vom Kindergarten abgeholt habe, die Gatschbröckerl aus den Ohren kratzen musste und er um 3 kg schwerer und 3 cm größer war aufgrund des Gatschsockels an seinen Schuhen war ich dann doch mäßig erfreut. Ich bin ja lernfähig und habe mir jetzt für solche Situationen Müllsäcke im Kofferraum zurechtgelegt, da eine Innenreinigung nach jedem gatschigen Kindergartentag dann doch etwas ins Geld geht und der Kindergarten komischerweise die Rechnung dafür nicht übernehmen möchte.

Meine Tochter hingegen ist da ja ganz anders gestrickt. Die findet Dreck eeeeklig und legt jedenfalls großen Wert auf ihr Äußeres und auch auf das ihrer Barbies. So kam es eines hektischen Morgens dazu, dass ich mein Glätteisen angesteckt hatte und kurz uuuur dringend zu meinem Sohn kommen musste, weil er sein Legomaxerl nicht finden konnte. Kein Wunder, denn dieses hatte der Hund am Vortag zerlegt, aber das hatte ich ihm noch nicht gebeichtet. Ich konnte ihm dann kurz und knapp erklären, dass wir das Maxerl leider nicht finden werden, da es unser Sammy verspeist hat. Die Enttäuschung war so groß, dass es auch unsere Freunde zwei Gassen weiter mitbekommen haben. Wir arbeiten noch an einer leiseren Lösung der Frustbewältigung.

Gut, ich eilte wieder ins Badezimmer um meine Haare endlich zu glätten. Dort fand ich dann meine Tochter mit dem Glätteisen in der einen und ihrer Barbie in der anderen Hand. Mein Gebrüll konnte man dann auch noch zwei Gassen weiter hören. Ja und auch ich arbeite noch daran, mich leiser zu ärgern. Aber immerhin konnte ich einen Zimmerbrand bzw. ein brennendes Kind damit verhindern und der Christkind Brief wurde um eine Barbie und ein neues Glätteisen erweitert.

Der Adventkranz – Deko oder doch Hundespielzeug?

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Adventkranz (Bild: Nina Siegenthaler)

Für mich hat die Adventzeit heuer leider nicht so wie die letzten 15 Jahre mit unserem geselligen Adventkranz binden begonnen. Ich habe nämlich seit Herbst eine neue Verpflichtung. Ich bin Obfrau unseres Elternvereins. Ich konnte mal wieder nicht Nein sagen, aber das steht groß auf meiner Liste für die Neujahrsvorsätze 2018.

Daher habe ich anstelle des geselligen Adventkranzbindes heuer im Auftrag des Elternvereins Punsch ausgeschenkt, für einen guten Zweck. Ich hatte noch die Hoffnung, dass ich zwischen dem Adventkonzert meiner Tochter und dem Punschausschenken kurz meinen Adventkranz bei meiner Freundin Judit in geselliger Runde binde. Aber irgendwie hat dann doch die Logistik versagt…

Der Nachteil des guten Zwecks war, dass ich am 1. Adventsonntag alleine meinen Adventkranz gebunden habe, sehr frustrierend sag ich Ihnen. Aber er ist trotzdem wieder super schön geworden. Sammy hat er auch gefallen.

Leider blieb es nicht beim „Betrachten“… Am nächsten Morgen war der Adventkranz um sämtliche Deko erleichtert und die Couch übersäht von zerbissenen Bockerl und Dekozeugs. Ich hätte ihn fast faschiert, den Hund…

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Sammy frisst den Adventkranz (Bild: Nina Siegenthaler)

 

Die besinnliche Adventzeit - für manche vielleicht, aber nicht für mich

Naja, das 2. Adventwochenende naht. Ich hatte noch ausreichend zu tun mit Lebkuchenteigen testen im Büro, aber endlich war Donnerstag der 7. Dezember und ich habe mich um 18:30 Uhr ins Auto gesetzt, um zu meinen Lieben zu düsen. Zuhause angekommen konnte ich dann in den Tiefen meiner Handtasche den Hausschlüssel nicht finden, aber zum Glück war meine Mutter mit den Kindern zuhause und konnte mir dir Tür öffnen. Trotzdem hat es mich etwas nervös gemacht, wo denn mein Schlüssel geblieben ist. Ja und leider lerne ich aus meinen Fehlern nicht, denn der Schlüssel ist in der Bürogarage stecken geblieben, wie schon mal im Sommer, da hat mir dann aber um Mitternacht leider keiner die Tür aufgemacht als ich nachhause kam. So, ich habe mich schon wieder nach Wien fahren gesehen, denn ich kann ja nicht den Schlüsselbund mit ALLEN Schlüsseln in der Garage stecken lassen übers lange Wochenende. Bei uns im Büro bekommen ja sogar Teller und Klobesen Flügel, also wird mein Schlüssel dort keine 3 Tage stecken bleiben. Zum Glück habe ich aber noch fleißigere Kollegen als ich es bin und einer von diesen konnte dann um 19:30 Uhr meine Schlüssel in Sicherheit bringen, danke Christian übrigens.

Endlich langes Wochenende, juhu, dachte ich mir. Meine Kinder hatten Freunde zu Besuch, alle waren happy, ich liege auf der Couch und lese. Zack… der Strom war weg. Ich bin natürlich von einem allgemeinen Stromausfall ausgegangen, der bestimmt in der ganzen Gasse ist. Dem war nicht so, nur ich hatte keinen Strom. Mithilfe meines Nachbarn konnten wir eruieren, dass es wohl an der Mikrowelle liegen muss, da immer der FI mit der Aufschrift Mikrowelle geflogen ist. So, selbst ist die Frau. Ich baue meine Einbau-Mikrowelle aus, gehe zum Stromkasten und zack, der Schalter fliegt trotzdem. Somit konnte es leider nur der Einbaukühlschrank sein, der unmittelbar neben der Einbaumikrowelle steht. Intelligenterweise ist der Stecker des Einbaukühlschranks genau hinter dem selbigen angebracht. Also habe ich mir am nächsten Tag nochmal Hilfe geholt und mit vereinten Kräften konnten wir den Kühlschrank ausbauen. Davor habe ich schon mal auf unserer Website gecheckt, welcher neue Kühlschrank in Frage kommen könnte. Denn ohne Kühlschrank wird’s schwierig. So, Kühlschrank ist draußen, ich gehe guter Dinge zum Stromkasten und zack, die Sicherung fliegt wieder. Ich stehe ich vor dem ausgebauten Kühlschrank und sehe plötzlich den angesteckten Wasserkocher daneben stehen. Und ja, wie soll ich sagen - er war der Übertäter. Einerseits hab ich mich ja gefreut, dass ich keine 1.000 € für einen neuen Kühlschrank ausgeben muss, aber andererseits habe ich mich maßlos über mich geärgert, dass ich vorher eine Einbaumikrowelle und einen Einbaukühlschrank ausbaue, bevor ich den blöden Wasserkocher abstecke. Naja, ich hoffe, dass ich zumindest aus diesem Fehler mal lerne…

Den Inhalt des Kühlschranks konnte ich übrigens entsorgen, da es ja draußen föhnige 10 Grad Plus hatte, was v.a. der Tiefkühlware nicht so gut bekommen ist.

Schlimmer geht immer

Nun gut, Weihnachten kommt immer näher. Ich dachte ich war heuer mal besser organsiert als sonst, ein paar Dinge mussten trotzdem noch erledigt werden und siehe da, es kommt der Anruf aus der Schule, dass meine Tochter krank ist. Jööö, wie schön… krank sein, ist immer schlecht, aber gerade so 4 Tage vor Weihnachten ist es besonders ungünstig. Zum Glück gibt‘s ja eine Oma, die uns immer zur Seite steht. Also bestreite ich planmäßig meinen letzten Arbeitstag vor den Ferien, Donnerstag der 20. Dezember.

Gegen frühen Nachmittag ruft dann plötzlich meine Mutter leicht aufgebracht an, weil unser Hund beschlossen hat, die Vögel in Nachbars Garten zu fangen und ist über den Zaun gesprungen. „Nina, du musst einen höheren Zaun besorgen“. Ja genau, das brauch ich noch so im Weihnachtsendspurt. Ich konnte meine Mutter beruhigen und hab mir das als 1. To-Do für nach Weihnachten vorgenommen.

So gegen 16:15 Uhr verlasse ich rechtzeitig das Büro um pünktlich zur Adventvorführung meines Sohnes zu kommen. Ich gehe in unsere Garage, denke dabei stark daran den Schlüssel nicht wieder stecken zu lassen und möchte aus der Garage fahren. Aber nein, es geht nicht. Die Ausfahrt ist blockiert durch ein Auto.

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Auto parkt vor VKI-Einfahrt (Bild: Nina Siegenthaler)

 

Ich dachte nur mehr „Ich bin im falschen Film“. Ich habe gehofft das Auto gehört jemanden aus den umliegenden Lokalen, die ich dann auch alle aufgesucht habe, um nach dem Besitzer zu suchen. Leider vergebens. 1,5 Stunden später, kam endlich die Polizei und 5 Minuten später geht aus dem Lokal gleich neben unserem Büro die Tür auf und ein asiatisches Pärchen geht zu besagtem Auto. Genau das Pärchen, dass ich vor 1,5 Stunden gefragt habe, ob ihnen das Auto gehört. Sie haben aber nur gelächelt, weil sie „Bahnhof“ verstanden haben. Ich glaube, ich muss Ihnen jetzt nicht sagen, was ich die beiden alles geheißen habe, aber die Polizistin hatte so viel Verständnis über meine Wut, dass ich für meine Kraftausdrucke nicht bestraft wurde. Die Aufführung war natürlich schon längst vorbei, dachte ich, aber zum Glück hat einmal der Regen sein Gutes gehabt und die Aufführung wurde wegen Schlechtwetter verschoben.

Dank der Krankheit meiner Tochter war ich jetzt etwas in Bedrängnis mit ein paar meiner Erledigungen… Der Fotokalender ist sich heuer nicht mal mehr mit Hilfe des DM Fotodruckers ausgegangen. Und der Christbaumkauf wurde eine geheime Mission bei unserem Gärtner, bei dem ich meines Erachtens zum Apothekerpreis einen mittelmäßig aussehenden Christbaum erworben habe. War aber auch zu erwarten, welche Bäume bleiben bis zum 23. Dezember noch übrig? Während die Kinder kurz allein zuhause waren, habe ich den Baum geholt, ihn beim Nachbar versteckt und mich gleichzeitig mit ein paar Keksen entschuldigt - wegen des Hundebesuchs am Vortag.

Das Crhistkind kommt

Die Nacht von 23. auf 24. Dezember haben die Kinder bei ihrem Papa verbracht. Somit konnte ich ganz entspannt am 23. den krummen Baum schmücken. Die Geschenke habe ich wie letztes Jahr aus meinem Saunaversteck geholt, um sie dann am 24. vormittags einpacken zu können. Ich selbst bekomme heuer lauter tolle Geschenke, weil ich sie mir nämlich selbst gekauft habe. Das kann ich jeder Frau nur empfehlen. Also da wären ein Bohr-Akkuschrauber, sowas darf in keinem Haushalt fehlen. Dann noch eine neue Sporttasche. Nachdem unser Fitnesscenter die Garderoben umgebaut hat, sind sie jetzt zwar schöner aber unpraktisch klein. Die Prioritäten liegen bei manchen eben etwas anders. Und damit es nicht nur praktische Geschenke sind, habe ich mir noch einen Ring gekauft.

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Sammy frisst beinahe meinen Ring (Bild: Nina Siegenthaler)

Am 24. Dezember werde ich durch die 1. fallende Christbaumkugel um 6:30 Uhr geweckt, immerhin hat der Hund noch nicht den Baum als Hundeklo betrachtet. Naja, ich komme noch gut gelaunt ins Wohnzimmer und möchte meinen Hund begrüßen und erstarre. Auf der Couch sitzt mein lieber kleiner Vierbeiner mit meiner noch kleineren Ringschachtel im Maul.

Die Schachtel ist ökologisch korrekt nur aus zartem Karton. Ich sehe mich schon Hundehaufen nach meinem Ring zu durchsuchen, aber ich konnte dann eine Knacker im Kühlschrank finden. Die war attraktiver als der Ring und somit ein guter Deal. Knacker gegen Ring.

Den Heiligen Abend an sich haben wir gut überstanden. Nach dem Missgeschick letztes Jahr, bei dem der Fleischer unsere Hendl vergessen hat, hat es heuer Raclette gegeben und ich hab alle Lebensmittel rechtzeitig besorgt und auf Vollständigkeit geprüft.

Die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ist wie im Nu verflogen, ein Fressgelage folgte dem nächsten…

Wenn die „stille Zeit“ vorbei ist, wird es auch wieder ruhiger

Silvester habe ich heuer mit zwei Freundinnen in Wien verbracht. Weil das Raclette schon zu Weihnachten so gesellig war, sollte es zu Silvester wieder Raclette geben. Wir waren ausgestattet mit allen Neujahrbräuchen aus aller Herren Länder. Rote Höschen die man in Italien trägt, 12 Trauben die man in Spanien vor Mitternacht isst, Linsensuppe am Neujahrstag usw.

Wir haben ab 17:00 Uhr begonnen ins neue Jahr zu feiern. Gegen 19:30 Uhr kam der Hunger und wir begannen alle Raclette Zutaten vorzubereiten. Und plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Ich sollte das Raclette Geschirr mitnehmen. Ich bin verfallen… Naja und so kam es dann, dass wir zu Silvester, nein nicht Würstel sondern Pizza gegessen haben.

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Feuerwerk über Wien (Bild: Nina Siegenthaler)

 

Ich hoffe also, dass nach Befolgung aller Bräuche das Jahr 2018 ein gutes Jahr wird!

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