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Normalität nach Corona

Sollten wir das wirklich wollen?

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Scrabble: New-Normal (copyright: Shutterstock)

Öko.Logisch

Die Vorfreude ist groß. Bald, so scheint‘s, heißt es: „Brand aus!“ Das Pandemie-Feuer ist erfolgreich bekämpft. Impfstoffe bringen uns die lang ersehnte Normalität wieder zurück.

Aber sollten wir das wirklich wollen? Uns die alte Normalität herbeisehnen? Sie wissen schon. Die, in der wir auf Pump leben, was die Ressourcen der Erde anbelangt. In der wir CO2 in die Atmosphäre blasen, als wäre uns das Wohlergehen unserer Kinder und Enkelkinder einerlei. In der wir Böden und Grundwasser verpesten und Spezies um Spezies ausradieren. In der wir mit dem Finger auf die anderen zeigen und selten bei uns selbst beginnen.

Apropos Spezies: Die Normaliät wird trügerisch sein, dessen sollten wir uns bewusst sein. Pandemien bzw. Epidemien, so sagen uns viele Forscher voraus, werden zunehmen. Auch die UNO rechnet damit. Sie hat unlängst den "Internationalen Tag zur Vorbereitung auf Epidemien" ins Leben gerufen. Dieser wird jährlich am 27. Dezember stattfinden. 

Faktum ist, dass sich virale (und auch bakterielle) Extremereignisse häufen, wo Massentierhaltung betrieben wird. Und wo der Mensch landräuberisch in Lebensräume von Wildtieren vordringt. Wo er sie verdrängt und ihnen dadurch viel zu nahe kommt. Wenn uns eines in den vergangenen Monaten eingetrichtert wurde, dann das: wo Nähe, da Gefahr. Die einer Krankheitsübertragung. Das gilt natürlich auch von Tier auf Mensch. So nahm, zur Erinnerung, die Corona-Krise ja ihren Anfang.

Strengen wir uns weiter an!

Wie lange die pandemische Verschnaufpause sein wird, die wir jetzt bekommen, weiß niemand. Pessimisten unter den Wissenschaftlern sagen: Sie wird recht kurz sein. Insbesondere, wenn wir die alte Normalität unreflektiert und ungeändert wieder aufleben lassen.

Die Auswirkungen der Klimakatastrophe werden die Älteren unter uns wohl nicht mehr ganz so hautnah miterleben. Aber womöglich noch die eine oder andere Pandemie.

Das ökologische Gleichgewicht der Erde ist aus den Fugen geraten. Das zeigen uns Wetterkapriolen, das zeigt uns SARS-CoV-2 (und MERS-CoV und SARS-CoV und die Schweinegrippe und die Vogelgrippe und BSE und EHEC und das Zikafieber und Ebola etc). Unwiederbringlich aus den Fugen geraten? Ich hoffe, nicht. Die Corona-Krise muss eine Zäsur sein. Das ist unbequem, natürlich. Das klingt nach Sonntagsrede? Womöglich. Aber wenn wir jetzt handeln, können wir das Ruder eventuell noch herumreißen.

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1 Kommentare

St

Ich liebe eure Beiträge und liebe wie klar und unabhängig diese geschrieben werden!

Was uns die Corona bringt ist eine große Frage aber man kann mit Sicherheit sagen, dass wir die volle Auswirkung erst nach paar Jahren sehen werden! Was mich am meisten beschäftigt und kümmert sind wir - Menschen.

Was passiert mit uns und was bringen uns die, noch sehr wenig getestete, Impfstoffe? Werden wir indirekt gezwungen diese zu nehmen oder nehmen wir im Kauf, dass wir ohne Impfpass nicht einmal richtig einkaufen gehen können, oder mit der Familie ins Restaurant gehen können?

Wird eine neue Reihung oder Spaltung der Menschen kommen, wo wir auf geimpfte und nicht geimpfte verteilt werden? Bekommt ein/e geimpfter/e AMS, Mindestsicherung, Beihilfe, Förderung etc. und ein/e nicht geimpfter/e weniger oder gar nichts?

Auf der anderen Seite, sieht man schon starke Auswirkungen auf der gesamten Wirtschaft, bin kein Experte aber z.B. in Deutschland werden, laut Prognosen, in den nächsten 2 Jahren rund 80% der Reisebüros dicht machen. Was passiert mit Hotellerie, Fluggesellschaften, Restaurants?

Würde mich über eure Einblicke und Meinungen freuen, hab das Thema abboniert :)

 

LG

Abschleppdienst Wien Stefan

 

 

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