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Plastiksackerl

Verbot und Bewusstseinsbildung

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Plastiksackerl werden rar. (Bild: OBprod/Shutterstock.com)

Öko.Logisch

Plastiksackerln werden rar, das Verbot zeigt seine Wirkung.  Da man nicht mehr bei jedem Einkauf eines dazubekommt, gehen viele Konsumenten sorgsamer mit den Sackerln um. Sie auch?

Ist Ihnen das aufgefallen? Mir schon. Die Plastiksackerln werden langsam rar. Anfang 2020 wurde mit einer Novellierung des Abfallwirtschaftsgesetzes das Inverkehrbringen von Kunststofftragetaschen verboten, Restbestände durften bis Ende 2020 abverkauft werden. Mit anderen Worten: Der über Jahrzehnte unaufhörlich sprudelnde Plastiksackerl-Nachschub wurde Großteils zum versiegen gebracht. Entsprechend merken wir es langsam: Uns gehen die Plastiksackerl aus.

In KONSUMENT 11/2019 berichteten wir schon über das Plastiksackerl-Verbot. Damals merkten wir kritisch an, dass die Alternativen aus Papier oder Stoff auch keine Öko-Engerln sind. Auch deren Herstellung ist energie- und ressourcenintensiv. Unsere Conclusio lautete: Jedes einzelne Sackerl, egal aus welchem Material, sollte so lange wie möglich benutzt werden – das ist am ökologischsten. Und genau das wird jetzt bei den Plastiksackerln passieren, da bin ich mir sicher. Denn, Hand aufs Herz, praktisch sind die Dinger schon. Zum Beispiel auf Reisen, wenn Schuhe im Koffer möglichst schonend für den übrigen Inhalt verstaut werden sollen. Oder wenn der Staubbehälter des Staubsaugers entleert werden muss, und zwar so, dass man sich (als Allergiker) nicht in einer Milben-Dunstwolke wiederfindet. Oder nach dem Sport, wenn die verschwitzen Sachen in der Trainingstasche nach Hause transportiert werden sollen. Oder unterwegs im Park, wenn die zweieinhalbjährige Tochter gerade „rein“ wird, aber dann doch ein kleiner (oder großer!) „Unfall“ passiert.

Die Erkenntnis sickert

Es gibt viele Situationen, in denen die Verwendung von Plastiksackerln fast alternativlos scheint. Und jetzt, da die Kunststofftaschen zu einem raren Gut geworden sind, sickert diese Erkenntnis. Langsam. Plötzlich passt man auf, geht pfleglich mit den Sackerln um. Vorbei sind die Zeiten, in denen Plastiksackerln geschunden, sie schonunglos als Wegwerfprodukt behandelt wurden: einmal gebraucht und beim kleinsten Makel ab in die Tonne und her mit dem nächsten. Insofern hat das Plastiksackerlverbot gerade aus bewusstseinsbildender Sicht etwas Gutes.

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1 Kommentare

Ma

Finde es gut, dass es z. B. in den Bekleidungsgeschäften keine Plastiksackerl mehr gibt. Die waren ja relativ minderwertig und wurden meist nur einmal verwendet. Weniger begeistert davon bin ich, dass auch die hochwertigen Sackerln verschwunden sind, also z. B. jene von Billa, Spar etc. Die habe ich immer so lange verwendet, bis sie kaputtgingen. Das waren meist mindestens 4 Monate! Die dicken Papiersackerl und Kunststoff-Tragetaschen, die heutzutage verkauft werden, sind mit Sicherheit in der Produktion aufwändiger und schlechter für die Umwelt. Außerdem sind sie vom Volumen viel zu dick, weshalb ich sie nie "zufällig" dabei habe. Ich verwende jedenfalls nach wie vor die guten Billa-Sackerln, auch wenn ich sie extra im Ausland kaufen muss! Die habe ich denn ständig bei mir und deshalb immer zur Hand, wenn ich sie brauche. Durch die lange Benützungsdauer ist das auch ziemlich umweltfreundlich.

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