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Smart Home - Smart Living

Wir selbst müssen unser Leben intelligent gestalten

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Smart Home - Wir selbst müssen unser Leben intelligent gestalten (Bild: Alexander Supertramp / Shutterstock.com)

Mit dem Smartphone hat es begonnen. Plötzlich war das Handy nicht mehr nur ein tragbares Telefon, sondern es übernahm nach und nach die Funktionen von PC, Digitalkamera, Fernseher etc. Letzteren ließ man dann doch nicht sterben, sondern machte ihn zum Smart-TV. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Halten mehr.

Die wichtigste Frage bleibt ungelöst

Mittlerweile verwundert, ja irritiert es einen geradezu, wenn man auf ein Gerät stößt, das nicht smart ist. Auch beim Spaziergang durch die weitläufigen Hallen der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin springen einem intelligente Haushaltsgeräte ebenso ins Auge wie Unterhaltungselektronik, Hundespielzeug oder Babywindeln, die über einen per App überwachten Feuchtigkeitssensor Alarm schlagen, wenn sie voll sind (was freilich auch nicht die entscheidende Frage beantwortet, wer mit dem Wickeln dran ist). Und fast überall steckt mittlerweile einer der beiden Sprachassistenten von Google (Google Assistant) bzw. Amazon (Alexa) drin. Die wenigen verbliebenen Konkurrenten verteidigen angesichts dieser Übermacht maximal einen Nischenplatz.

Vieles ist Gegenwartsmusik

Smart Home und Smart Living sind die beiden großen Überbegriffe. Manche Anbieter versuchen es auch mit der Bezeichnung Heimautomation, die freilich so verstaubt klingt, dass ich mich frage, welchen Hund sie damit hinter dem Ofen hervorlocken möchten. Das Internet der Dinge, in dem selbige allesamt vernetzt sind, aus der Ferne überwacht und gesteuert werden können, ist jedenfalls näher an uns dran als die restliche Zukunft. Vieles davon ist nämlich bereits Gegenwart, kann heute, morgen oder spätestens übermorgen von der Messehalle in unsere Haushalte übersiedeln.

Mehr Schein als Sein

Geht man ein wenig in die Tiefe, dann kann es freilich passieren, dass die vielversprechende Fassade ein wenig an Glanz verliert, dass das Sein hinter dem Schein zurückbleibt. Ein Beispiel: Ein per App steuer- und programmierbarer Kaffeevollautomat, der in mir als potenziellem Besitzer Tagträume von herrlich duftendem, zum richtigen Zeitpunkt zubereiteten Kaffee hervorrief – natürlich ohne dass ich dafür zwischen dem Verlassen des Bettes und dem Betreten der Küche einen Finger krumm machen müsste. Als ich genau diese Option ansprach, kam postwendend die Ernüchterung: Vor dem ersten Kaffee am Morgen wird die Maschine erst einmal ordentlich gereinigt – was ja sinnvoll ist. Die erste Tasse, die herunterrinnt, ist also Spülwasser, nicht Kaffee. Und wenn ich ohnehin daneben stehen muss, kann ich die Maschine auch direkt über die Bedienelemente starten und brauche keine App dazu.

Zurück in die Steinzeit?

Aber das sind lediglich kleine Einschränkungen, die das intelligente Zuhause letztlich nicht aufhalten werden können. Wer nicht smart ist, wird eines Tages als technologischer Steinzeitmensch in Trübsal und Finsternis sein Dasein fristen. Das ist natürlich die Sichtweise der Industrie, die offenbar bemüht ist zu zeigen, was alles möglich ist (oft ohne dass sie dieses Mögliche ausreichend hinterfragt). Ich persönlich halte allerdings die vollständige Verweigerung als Reaktion darauf auch nicht für sinnvoll, ebensowenig wie ich es empfehlen würde, auf jeden neuen Trend aufzuspringen. Beides ist nicht smart, so wie auch die Geräte an sich nicht smart sind, nur weil eine App und das Internet im Spiel sind. Smart ist vielmehr, kritisch zu bleiben, aber die für den Alltag sinnvollen und hilfreichen Angebote trotzdem zu nutzen. Es liegt in jeder Hinsicht an uns, unser Leben intelligent zu gestalten. In diesem Sinne: Bleiben Sie smart!

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1 Kommentare

ve

Hab mir das iPhone X gekauft. Wahnsinns Gerät wenn man bedenkt, dass ich vorher das 6s hatte. Das hab ich mir in nem Handyshop, siehe hier, richten lassen, weil der Akku ständig leer war. 

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