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Smart ohne Haube

Warum Guided Cooking an meinem Herd vorübergeht

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Beim Guided Cooking ist der Mensch nur noch Zulieferer für die Zutaten (Bild: Nando Castoldi / Shutterstock.com)

Der moderne Mensch lässt sich gerne an der Hand nehmen und leiten – bevorzugt von künstlicher Intelligenz, weil sie den Eindruck von Unfehlbarkeit vermittelt.

Dass dahinter menschliche Programmierer stehen, wird leicht vergessen – vielleicht, weil man die eigene Gehirntätigkeit auf Sparflamme schaltet. Wenn dann das Navi auf der Autobahn „Bitte wenden!“ ruft, tut man das, ohne nachzudenken.

Malen nach Zahlen

Weniger dramatisch in den Auswirkungen, aber im Prinzip ähnlich, ist der Trend des Guided Cooking, des geführten Kochens. Smarte Haushaltsgeräte mit eingespeicherten Kochrezepten beherrschen das Wiegen, Rühren und Garen bei geeigneten Temperaturen. Der Mensch wird nur als als Zulieferer für die Zutaten benötigt und darf sich trotzdem als eine Art Paul Bocuse fühlen. Das Ganze hat etwas von „Malen nach Zahlen“, mit dem man brauchbare Ergebnisse erzielt, ohne mehr getan zu haben, als in die Malkunst hineinzuschnuppern.

Kunst des Kochens

Ich selbst werde es zwar auch nie zum Haubenkoch bringen, aber mir ist die traditionelle Art lieber, bei der ich mir ganz altmodisch etwas von der Kunst des Kochens aneignen kann.

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