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Smart Watches: So smart, dass es keiner merkt
Das hybride Comeback der „guten alten“ Armbanduhr

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IFA Berlin 2017, Smart Watches, Hybrid Watches (Bild: VKI)

Verschmierte Touch-Displays waren gestern. Der aktuelle Trend ist die Hybrid Watch mit analoger Anzeige im gefälligen Design.

Keine Werbung

Dies ist keine werbliche Einschaltung. Ich habe von der Fossil Group auch keine Gegenleistung erhalten – abgesehen von einem Glas Mineralwasser, prickelnd. Sie waren einfach nur die ersten, die mich auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin „derglengt“ haben, um es auf gut Österreichisch zu sagen. Und warum soll man keine Namen nennen, wenn jemand etwas Sinnvolles entwickelt?

Sinnhaftigkeit hinterfragen

Wobei man die Sinnhaftigkeit einer Smart Watch natürlich immer hinterfragen kann. Aber lassen wir das jetzt jene individuelle Entscheidung sein, die es ja auch ist. Die meisten bisherigen Smart Watches waren mehr oder weniger hässliche, klobige Undinger mit einer Akkulaufzeit, die jeden praktischen Nutzen der Uhr von vornherein ausschloss. Ein Must-have für jene, die ohnehin schon alles hatten.

Es hat sich viel getan

Wuchtig im Vergleich zu einer herkömmlichen Armbanduhr sind sie zwar noch immer, aber rundherum hat sich viel getan. Hybrid Watches heißt der neue Trend, dem z.B. die Fossil Group mit ihren Marken wie Fossil, Diesel, Skagen, Armani oder Misfit folgt. Die Leute wollen Uhren, die wie Uhren aussehen und die vor allem auch hübsch anzusehen sind. Und mit gewöhnlichen Knopfzellen, die man – immer noch oft genug, aber trotzdem ein Fortschritt – nur alle 6 bis 12 Monate austauschen muss (und das kann man sogar selbst erledigen). 

Schaut nicht smart aus, ist es aber

Im Inneren geht es trotzdem smart zu und zwar in Kombination mit einer Smartphone-App für Android oder iOS (Verbindung via Bluetooth). Die Uhr zählt Schritte, die Uhr startet die Musikwiedergabe, die Uhr löst die Handykamera aus, die Uhr vibriert bei eingehenden Nachrichten, und wenn man das möchte, kann man ausgewählten Favoriten eine Position auf dem Ziffernblatt zuweisen. Dann bewegen sich die Zeiger wie von Geisterhand z.B. auf die Ziffer 1, um anzuzeigen, dass die beste Ehefrau von allen am Apparat ist. 

Mir hat‘s gefallen ...

... und das sage ich jetzt nicht, weil ich etwas dafür bekommen hätte – abgesehen von einem Glas Mineral, prickelnd. Kaufen werde ich mir trotzdem keine Hybrid Watch, obwohl die Einstiegspreise mittlerweile unter 200 Euro gefallen sind. Aber ich kann mir vorstellen, dass sich manche bisherigen Smart Watch-Verweigerer von den Hybrid-Modellen angesprochen fühlen. Abgesehen von der allgemeinen Frage nach der Sinnhaftigkeit also eine sinnvolle Weiterentwicklung – nicht mehr und nicht weniger.

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