VKI Blog Logo

#snap #edit #post

Fotografieren mit dem Smartphone

anrissbild_lisa-am-boden_770px.png

(c) Franziska Kiefmann, VKI

Fortbildung ist uns beim VKI sehr wichtig. Diese Woche durften wir die Knipskenntnisse mit unseren Smartphones verbessern. Ein Workshop der sich definitiv ausgezahlt hat und sehr viel Spaß machte.

Die besten und schönsten Fotos werden wohl nicht mit Smartphones gemacht. Das ist klar. Profis greifen zu Spiegelreflexkameras mit teuren Objektiven, Blenden, Stativen und was für Zubehör es sonst noch gibt. Für den Social Media Bereich, wo es schnell gehen soll und Authentizität wichtig ist, sind Handyfotos aber durchaus üblich und ausreichend. Das Erlangen eines gewissen Knowhows beim Fotografieren mit unserem „ständigen Begleiter“ war demnach Thema unseres letzten Workshops.

1. Fotografieren

– oder auch –

das Dokumentieren deines Alltags, der niemanden interessiert

Ein Foto ist schnell gemacht. Doch muss dieses nicht immer gut aussehen. Wir kennen es alle: nach dem hundertsten Versuch sind wir mit dem Selfie zufrieden. Im Urlaub fotografieren wir ein Gebäude, den Strand, die süße Babyschildkröte oder whatever – zu Hause schauen wir uns das Foto an und sind unzufrieden. Zumindest geht es mir immer so. frown Selbstkritisch ohne Ende…

Drei wichtige Dinge, die ich euch gerne weitergeben mag, haben wir im Workshop gelernt:

  • Den goldenen Schnitt berücksichtigen.
  • Die Drittel-Regel beachten.
  • Negative Space Fotos liegen im Trend.

Der goldene Schnitt. Vor Ewigkeiten mal in der Schule gelernt und sofort wieder vergessen. Diesmal merke ich es mir jedoch bestimmt. Denn die Schnecke ist ein super Hilfsmittel.

auto-mit-spirale.png

(c) Daniela Brindlmayer, VKI

Den goldenen Schnitt eines Fotos bekommt ihr am besten hin, indem ihr euch beim Fotografieren mit dem Handy einen Raster am Bildschirm einblendet. Wo kann dieser spezielle Punkt nun sein? Ihr fokussiert mit eurer Kamera ein Rechteck (Hoch- oder Querformat ist egal) und teilt dieses mit eurem Auge in ein Quadrat und dieses in ein weiteres Rechteck und dieses dann wieder in ein Quadrat usw. Durch diese wiederholte Teilung bekommt ihr eine Figur, in die sich eine logarithmische Spirale zeichnen lässt. In deren Mitte befindet sich der goldene Schnitt. Durch diese spezielle Bildkomposition wird ein jedes einfaches Bild automatisch interessant. Findet ihr nicht?

Die Drittel-Regel. Diese einfache Technik besagt, dass Bilder schön werden, wenn man sie in 3 Abschnitte teilt. Ein einfaches Beispiel wäre ein Bild von einem Strand, wo 2/3 den Horizont ausmachen und 1/3 die Wasseroberfläche. Oder anders: 1/3 Horizont, 1/3 Wasseroberfläche, 1/3 Sandstrand. Ihr könnt es individuell gestalten. Hier ein Beispiel von Wien bei Nacht mit 2/3 Horizont und 1/3 Skyline. Wäre es 50:50 aufgeteilt würde das Bild ganz anders wirken als so.

vienna-skyline_770px.png

(c) Romas Photo, Shutterstock.com

Negative Space Fotos. Ein Trend aus dem Jahr 2016, der aber noch nicht abgeklungen ist sind Fotos, die viel Raum (Space) einer einzigen Farbgebung beinhalten. Die Kernelemente des Fotos sind dann häufig seitlich oder eher kleiner platziert und der restliche Raum ist einfarbig gefüllt. Ein moderner Stil, der mir ausgezeichnet gefällt. Hier habe ich meine Kollegin Franziska Kiefmann sehr gut in Szene gesetzt. Nicht? smiley Oder wie unser Workshopleiter meinte, ein klassisches „Ab ins Weekend Foto“.

frannie-vor-roter-wand_770px.png

(c) Daniela Brindlmayer, VKI

Natürlich gibt es noch viele weitere Regeln, Tipps & Tricks, wie ihr ein Fotomotiv schön gestalten könnt. Auf diese gehe ich hier aber nicht weiter ein.

2. Bearbeiten

– oder auch –

das Beste aus „irgendeinem Motiv“ rausholen

Habt ihr nun endlich ein einigermaßen attraktives Foto geschossen, so ist der nächste Schritt die Bearbeitung. Im besten Fall ist diese vielleicht gar nicht nötig. Oft könnt ihr aber dadurch noch eine Menge aus eurem Pic rausholen. Und zwar mit ganz einfachen Handgriffen in einer Bearbeitungs-App am Handy. Und davon gibt’s eine Menge. Unser Workshop-Leiter empfiehlt für iPhone-User ProCamera – die kostet allerdings 4,99 Euro im App-Store. Für Android-Besitzer ist die kostenlose App Snapseed ganz gut. Andere Apps (gratis oder auch nicht) schaffen dies aber bestimmt genauso.

Wie schauen jetzt die Bearbeitungsschritte aus:

  1. Fotografieren
  2. Zuschneiden
  3. Dynamik/Sättigung
  4. Kontrast
  5. Filter
  6. Bildgröße
  7. Schärfen
  8. Speichern

Es ist wie man so schön sagt „eine Spielerei“ bis ihr die perfekte Einstellung, Filter etc. gefunden habt und zufrieden seid. Aber mit der Zeit wisst ihr dann ja auch schon was ihr wollt und wo ihr es findet. Viel herumprobieren, Regler hin- und herschieben – das ist das Geheimrezept. smiley

3. Verteilen

– oder auch –

das „Rumstolzieren“ in den sozialen Medien

Dann ist es endlich fertig, das Foto. Damit nicht nur ihr es bewundern könnt, geht’s nun ans verteilen. Neben E-Mail und Fotoversand sind die sozialen Medien dafür natürlich ein idealer Kanal. Hat man doch am Handy auch Facebook, Instagram und Co. installiert und kann das Foto gleich direkt ins Netz laden. Und ganz wichtig – die #Hashtags nicht vergessen. wink

Apropos Instagram: War ich doch bis vor einigen Tagen ein Instagram-Verweigerer, so hat mich der Workshop dazu gebracht die App mal auszuprobieren. Ich habe mir nun vorgenommen regelmäßig (keine genauere Definition dazu^^) ein hübsches Foto meiner Füße zu posten. Keine Sorge, das wird (hoffentlich) nicht eklig. surprise Ich plane, nur für mich besondere Untergründe für meine Instagram-Fotos heranzuziehen und es wird auch immer einen erklärenden Text dazu geben. Eine Kollegin von mir hat mir nämlich erklärt: auf Instagram ist man dann erfolgreich, wenn man quasi seine eigene Nische findet und dem Stil der Fotos treu bleibt. Ausnahmen bestätigen da bekanntlich die Regel. Denn tausendsten „Kardashian-Selbstdarstellungskanal“ werde ich jedenfalls nicht eröffnen. Ich sehe es mal als Experiment. Mal schauen wie viel und ob überhaupt gutes Fotomaterial kommt. blush

Hier mein erster Versuch vom Workshop. Bearbeitet habe ich das Foto mit der App AdobeSpark, mit der man das Foto mit Textdekorationen aufpeppen kann. Ein weiteres Beispiel von mir das tatsächlich völlig unbearbeitet ist, ist ein Pokémon-Fang-Foto. Hier habe ich einfach im richtigen Moment einen Screenshot gemacht und ich finde es sieht genial aus. laugh Wenn ihr euch nun fragt „Was? PokémonGo ist doch längst Schnee von gestern.“ Ja schon, aber nicht bei mir. cheeky

follow-your-own-path_380px.png

(c) Daniela Brindlmayer, VKI

pokemon_380px.png

(c) Daniela Brindlmayer, VKI

Genug von mir. Zum Abschluss gibt’s noch ein paar ganz tolle Bilder meiner Kollegen, die ebenfalls beim Workshop dabei waren. Alle Fotos wurden in Wien im Rahmen eines Workshops mit unseren Smartphones aufgenommen und danach mit den genannten Apps bearbeitet. Im Namen aller meiner Kollegen bedanken wir uns nochmal ganz herzlich bei Workshopleiter Marc Stickler, der uns hervorragend unterrichtet hat. Es war toll mit dir. laugh

Es folgen Fotos meiner Kollegen: Otto Fichtl, Michaela Schreiner, Nina Siegenthaler, Lisa Payreder, Sabine Burghart, Franziska Kiefmann, Arno Dermutz, Manfred Tacha, Katrin Mittl und Birgit Beck.

otto_brucke_770px.png

(c) Otto Fichtl, VKI

otto_kinderspielplatz_770px.png

(c) Otto Fichtl, VKI

aste_380px.png

(c) Michaela Schreiner, VKI

nina-horizont_380px.png

(c) Nina Siegenthaler, VKI

fraaaannniieee_380px.png

(c) Lisa Payreder, VKI

manfred_380px.png

(c) Sabine Burghart, VKI

 

 

dani-mit-krone_770px.png

(c) Franziska Kiefmann, VKI

fluchtweg_dermutz_770px.png

(c) Arno Dermutz, VKI

u-bahn_380px.png

(c) Sabine Burghart, VKI

himmel-mit-hausecke_380px.png

(c) Manfred Tacha, VKI

vki_380px.png

(c) Katrin Mittl, VKI

hundezone_380px.png

(c) Birgit Beck, VKI

karlskirche_770px.png

(c) Sabine Burghart, VKI

 

Hinterlasst mir doch einen Kommentar! smiley

  • Habt ihr auch schon die Smartphone-Fotografie für euch entdeckt?
  • Welche Tipps für ein gelungenes Handy-Foto könnt ihr geben?
  • Was nehmt ihr für Apps zum Bearbeiten eurer Fotos?
  • Ich freue mich über Fotokommentare eurer liebsten Schnappschüsse (gerne auch bearbeitet mit Filter).

____

Weiterführende Links auf konsument.at:

Weiterführende externe Links:

Kommentare erstellen

0 Kommentare

Blog-Abonnement

Ich möchte bei neuen Blog-Beiträgen eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten.
Informationen zum Datenschutz:

Die von Ihnen bekanntgegebenen Daten werden vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) zum Zweck der Blog-Benachrichtigungen verarbeitet. Detaillierte Informationen zu Ihren Rechten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.