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Techniklexikon für Einsteiger

Fit für die digitale Welt – Ihr Schlüssel zur „Geheimsprache“

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Technik-Lexikon für Einsteiger (Bild: monticello/Shutterstock.com)

Eine Leserumfrage hat großes Interesse an einem Techniklexikon bestätigt, das in einfachen Worten erklärt, was die in der Computer- und Internetwelt verwendeten Begriffe bedeuten.

Im Hinblick auf die historische Entwicklung von Computer und Co dürfen ältere Semster durchaus einen gewissen Anspruch auf deren Nutzung ableiten. Der Grund, weshalb ich dies behaupte, ist folgender:

Kennen Sie Chuck Peddle?

Ihre Antwort wird vermutlich nein lauten. Auch mir ist sein Name erst ein Begriff, seit die Medien die Meldung von seinem Tod verbreitet haben.

Was diese Nachricht hier zu suchen hat?

Chuck Peddle ist es zu verdanken, dass es Computer gibt, die für Privatpersonen erschwinglich sind. Seine Prozessoren (Begriffserklärung siehe unten) steckten unter anderem in den ersten Apple-PCs. Ohne ihn hätten es Firmen wie Microsoft und Apple vielleicht nie an die Weltspitze geschafft.

Wegbereiter

Deren (Mit-)Gründer Bill Gates bzw. Steve Jobs wurden übrigens 1955 geboren. Beide gelten als Pioniere und waren es in ihren Bereichen auch, doch Chuck Peddle war im Jahr ihrer Geburt bereits 18 Jahre alt. Er gehört zu jenen Wegbereitern der Computertechologie, deren Leistungen der breiten Öffentlichkeit meist unbekannt blieben.

Privilegierte Jugend

Die heutigen Kinder und Jugendlichen haben das Privileg, mit dieser Technologie aufzuwachsen, sie als gegeben hinnehmen und ganz selbstverständlich verwenden zu können. Den älteren Generationen fehlt diese Leichtigkeit im Umgang damit, was aber nicht heißt, dass sie besser die Finger davon lassen sollten. Die Technologie wurde nicht nur für die Jugend gemacht, und sie wurde schon gar nicht von der heutigen Jugend erfunden. Wie gesagt: Im Hinblick auf die historische Entwicklung von Computer und Co dürfen ältere Semster durchaus einen gewissen Anspruch auf deren Nutzung ableiten. Sie müssen es freilich auch wollen, damit die Hemmschwelle sinkt.

Keine Geheimsprache

Die Bedienung zu erlernen, ist nicht einfach, aber – mit Unterstützung von außen – machbar. Und auch das Vokabular muss keine Geheimsprache bleiben. Es geht ja nicht darum, zu erklären, wie die Dinge funktionieren – das können viele jüngere Menschen auch nicht. Es geht lediglich darum, zu verstehen, was mit einem bestimmten Begriff gemeint ist. Und schon wird so manches, was davor unverständlich erschien, entschlüsselt.

Beispiele

Wir wollen zur besseren Verständlichkeit dieser Begriffe beitragen, in Zukunft vielleicht auch in Buchform. Nachstehend finden Sie Beispiele dafür, wie das Lexikon aussehen könnte. Wenn Sie zur Zielgruppe gehören, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen, wie Sie damit zurechtkommen.

Hinweis: Die eckigen Klammern enthalten keine standardisierte Lautschrift; sie geben nur lautmalerisch die ungefähre Aussprache der erklärten Begriffe wieder. Unterstreichungen kennzeichnen die betonten Buchstaben bzw. Silben.

App, die

[äpp/app]. Kurzform von (engl.) application [äpplikäischen/applikäischen] = Applikation, Anwendung, Programm (=> Software). Technisch gesehen gibt es Unterschiede zwischen App/Anwendung und Programm. Für die tägliche Nutzung sind diese aber unwichtig und die Begriffe werden gleichbedeutend verwendet. Eine App ist jedenfalls ein kleines Programm zum Herunterladen, das den Funktionsumfang eines => Smartphones oder Computers erweitert. Apps findet man in einem => App-Store im Internet. Kostenlose Apps werden oft über Werbung finanziert, bei den kostenpflichtigen unterscheidet man zwischen Einmalkauf und Abo-Modell.

App-Store, der

[äppstoa/appstoa]. Zusammengesetzt aus => App und (engl.) store = Geschäft, Laden. Ein Ort im Internet, wo Apps für ein bestimmtes => Betriebssystem zum => Download angeboten werden. Den passenden App-Store erreicht man über eine App, die auf dem => Smartphone oder dem Computer bereits vorinstalliert ist.

Betriebssystem, das.

Deutsche Entsprechung des englischen Begriffs operating system [operäiting süstemm], kurz OS [ou es]. Basis und Voraussetzung dafür, dass => Apps und => Software auf dem jeweiligen Computer oder => Smartphone funktionieren. Betriebssystem und App/Software müssen zusammenpassen, damit eine Installation auf dem Gerät überhaupt möglich ist.

Download, der

[daunloud]. Bezeichnet das Herunterladen von Daten aus dem Internet, um diese auf einem Computer oder => Smartphone nutzen zu können. Es kann sich dabei um => Apps und andere => Software handeln, aber auch um Fotos, Musik, Videos oder Textdokumente.

Netzwerk, das.

Wörtliche Übertragung von (engl.) network [netwöak]. Die korrekte Übersetzung des Begriffes lautet Netz. Über den Technikbereich hat sich „Netzwerk“ aber auch in unserer Alltagssprache festgesetzt. Ein Netzwerk besteht aus mindestens zwei Computern oder => Smartphones, die per Kabel oder kabellos miteinander verbunden (= vernetzt) sind. Dadurch können sie untereinander Informationen austauschen. Die gängigste Form eines kleinen Netzwerks ist das Heimnetzwerk für den Privatgebrauch.

Prozessor, der

[prozessor]. Der Prozessor ist Herz und Gehirn von Computer, => Tablet und => Smartphone. Alternative Bezeichnungen: Rechenchip (=> Chip) oder CPU [ze-pe-uh] bzw. engl. [sih-pih-juh]. CPU ist die Kurzform von Central Processing Unit [senträl prosessing juhnit]. In fast wörtlicher Übersetzung dieses Begriffs wird der Prozessor auch als zentrale Steuereinheit bzw. als Rechen- und Steuerwerk bezeichnet. Rechenwerk deshalb, weil im Prozessor laufend Berechnungen stattfinden, damit er die vom Nutzer eingegebenen Befehle in die Computersprache übersetzen und ausführen kann. Und Steuerwerk deshalb, weil er zugleich dafür sorgt, dass alle Bauteile des Gerätes optimal zusammenarbeiten. Solche Befehle können mathematische Aufgaben ebenso sein wie die Eingabe von Text über die Tastatur, ein Klick mit der Maus, das Öffnen eines Programms, das Drucken eines Dokuments – oder einfach gesagt: Befehle sind alles, was Sie als Nutzer auf dem Gerät tun.

Smartphone, das

[smahtfoun]. Zusammengesetzt aus (engl.) smart (= klug, intelligent) und (engl.) telephone. Ein Smartphone ist folglich ein intelligentes Telefon, wobei man über den Begriff Intelligenz streiten kann. Tatsächlich handelt es sich um ein Mobiltelefon mit erweiterten Funktionen, wie man sie vom Computer kennt.

Software, die

[softwähr]. Überbegriff für alle Arten von => Apps, Programmen, aber auch => Betriebssystemen für elektronische Geräte.

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20 Kommentare

SB

... sorry, ich glaube nicht, dass ein Lexikon erforderlich ist, das noch dazu -" naturgegeben" - bei dieser schnelllebigen Materie ehest überholt ist.

Es reicht, ein Manual, wie man am Smartphone oder PC Wikipedia aufruft.

CP

Habe Interesse an einem derartigen Lexikon.

Bild des Benutzers gschoenfeldinger

Stichwort Pfeil: Dabei handelt es sich um Querverweise zu anderen Lexikoneinträgen. Er wird im Buchlayout durch ein kleines schwarzes Dreieck ersetzt. Im Manuskript verwende ich "=>", weil sich daraus schnell und unkompliziert ein Pfeilsymbol erstellen lässt.

JS

Ein Techniklexikon in dieser Art ist eigentlich schon längst "überfällig"!

Hervorragende Idee so ein Werk zu erstellen!

Etwas irritierend finde ich den (mathematisch: daraus folgt) Pfeil zwischen den Erklärungen.

Bild des Benutzers gschoenfeldinger

Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare! Wir tun unser Bestes, damit das Lexikon noch im Laufe dieses Jahres erscheint. Eine Online-Bereitstellung und laufende Aktualisierung wird sich aus technischen Gründen nicht so rasch umsetzen lassen, aber auch das steht auf unserer Liste.

AG

Ich würde mich freuen, wenn solche verständlichen Erklärungen als Buchform erschienen. 

WN

Fantastische Idee, freue mich schon und möchte bald bestellen

FB

Sehr gute Idee, gut gemacht und für Laien gut verständlich.

ip

bin 73 jahre, find das gut. glaube aber ein büchlein(heftchen) würde ausreichen. begründung: wenn das dann 3-7 € kostet kann man es vom verein  in größeren mengen erwerben, z. b. muttertagsgeschenk für pensionist/innen etc.

sp

 gute idee, altes tausendseitiges computer-lexikon 2009 von markt+

 technik ist derzeit meine hilfe, lautschrift wäre wichtig. 

FF

Der Vorschlag, der angezeigt wurde, ist sehr gut! Er entspricht ziemlich genau meinen Vorstellungen. Ich kann zwar ganz gut Englisch, aber die Lautschrift ist sehr gut getroffen. Also, weiter so!!!

Franz Fink

 

WP

Ich möchte mich dem Kommentar von Hans Fischer (habe zunächst schlampig gelesen und dachte an Heinz Fischer ;-) , unserem Alt-Bundespräsidenten) anschließen. Ein Buch ist in dieser Zunft schnell veraltet und viele neute Begriffe fehlen sehr bald. Elektronischer Zugang, der immer apgedatet wir ist sinnvoller.

WK

vor ein paar Tagen war in der "Kopfnuss" von Radio NÖ die Frage:

was bedeutet Smart eigentlich. Eine Smarte Person fügt anderen Schmerzen zu, zieht andere über den Tisch.

Link: https://noe.orf.at/player/20200219/NNA/1582119666000

HF

Die Idee ist sehr gut, wenngleich man die Informationen auch googeln könnte. Die Buchform selbst ist etwas kurzlebig, weil in diesen Bereich sich ständig etwas ändert. Vielleicht wäre ein Online-Lexikon flexibler und aktueller zu halten. Übrigens finde ich die Beifügung der Lautschrift sehr wichtig.

LD

Lexikon wär gut, bin 80 und habe keine Englischkenntnisse.

IB

Bin nicht mehr die Jüngste und würde mich über ein Lexikon dieser Art freuen. Gut finde, dass auch die Lautschrift angegeben ist. 

Re

Tolle Idee, bin schon gespannt auf die Buchform.

Gratuliere

DT

Als älterer regelmäßiger Nutzer div. elektronischer devices bin ich mit vielen Begriffen vertraut, ebenso sagen mir aber viele garnichts und ich muß dann immer wieder bei der Jugend nachfragen, was störend ist! Ein ensprechendes Lexikon in DRUCKFORM wäre genau das Richtige und sollte bald erscheinen.

MB

Ein Techniklexikon für Benützer von PC bzw. Notebooks sowie Smartphones würde wirklich hilfreich sein - nicht nur für ältere Semester.

DP

Die angeführten Beispiele sind mir als langjähriger Nutzer vertraut; nicht jedoch sehr viele Fachbegriffe und insbesondere Abkürzungen.

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