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Wie die Sustainable Development Goals (SDGs) Ihr Leben retten können

Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand, gestalten Sie diese

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17 Ziele für ein gutes Leben © United Nations 2016

Sie haben den internationalen Aktionstag der UN zu den SDGs am 25.9. versäumt oder kennen die Nachhaltigkeitsziele der UN nicht? Macht nichts. Suchen Sie sich 1 oder 2 Ziele aus, für die sich in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld engagieren wollen. Damit es auf der Erde wohnlich und Ihr Leben angenehm bleibt. Es geht u.a. um mehr und bessere Bildung, Förderung von Frieden, um Verringerung von Armut, Hunger, Ungleichheit und Umweltzerstörung, um besseren Klimaschutz …

17 Ziele für ein gutes Leben – welche sind Ihre?

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Die 17 Nachhaltigkeitsziele © United Nations 2016

Welches der Ziele passt zu Ihnen am besten? Was ist Ihnen am wichtigsten? Suchen Sie sich 1 oder 2 Ziele aus, für die Sie sich in ihrem privaten oder beruflichen Umfeld engagieren wollen. Jedes dieser Ziele ist gut und wichtig.

Ziel 1. Keine Armut

Ziel 2. Kein Hunger

Ziel 3. Gesundheit und Wohlergehen

Ziel 4. Hochwertige Bildung

Ziel 5. Geschlechtergleichstellung

Ziel 6. Sauberes Wasser und Sanitärversorgung

Ziel 7. Bezahlbare und saubere Energie

Ziel 8. Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Ziel 9. Industrie, Innovation und Infrastruktur

Ziel 10.Weniger Ungleichheiten

Ziel 11. Nachhaltige Städte und Gemeinden

Ziel 12. Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

Ziel 13. Maßnahmen zum Klimaschutz

Ziel 14. Leben unter Wasser

Ziel 15. Leben an Land

Ziel 16. Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Ziel 17. Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Der genaue Wortlaut der Resolution der UN-Generalversammlung vom 25. September 2015 lautet:
Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung     

Auch Österreich ist ein Entwicklungsland  

Die früheren Millenniumsziele der UN zur Bekämpfung der Armut richteten sich hauptsächlich an die Entwicklungsländer und adressierten die Industriestaaten nur bezüglich finanzieller Unterstützung. Mit den SDGs wurde erkannt, dass sich die sogenannten entwickelten Staaten selbst für eine nachhaltige Wirtschaft und einen zukunftsfähigen Lebensstil einsetzen müssen. Österreich hat z.B. seine Emissionen an klimazerstörenden Gasen nach wie vor nicht im Griff, siehe Klimaschutzbericht des UBA 2017.

Der Weg der Selbstverpflichtung hat Grenzen. Sowohl Wirtschaft (u. a. freiwillige Mehrwegquote bei Getränken) als auch Konsumenten tun sich damit schwer. Durch die Gestaltung kluger Rahmenbedingungen kann die Politik die Menschen und die Ökonomie unterstützen, bessere Entscheidungen für ein gutes Leben auf dieser Erde zu treffen. Wie komplex und umfangreich die Handlungsmöglichkeiten und Notwendigkeiten sind, zeigen die oben genannten 17 Ziele.

Widersprüche der SDG gemeinsam auflösen       

Mit den SDG ist es auch möglich, so weiter zu machen wie bisher. Oder man begreift sie als Entwicklungsprozess und Transformation weg von der Konsumgesellschaft bzw. der imperialen Lebensweise (©Ulrich Brand, Markus Wissen). Die Inhalte und Ziele der SDGs sind teilweise widersprüchlich. Unter anderem: „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“, „Energie für alle sichern “ – beides unbegrenzt? Energie aus erneuerbaren Quellen wie z.B. Wasserkraft oder Biomasse ist häufig in Konflikt mit Naturschutz und Biodiversität. Diese und andere Widersprüche sind auszudiskutieren um eine bestmögliche Lösung zu finden.

Eine gute Zukunft gestalten: nur individuell UND mit der Gesellschaft       

„Die Sustainable Development Goals (SDGs) sollen die Welt verändern, sie zu einem besseren Ort für alle machen. Und sie gelten für jeden – überall.“ (www.unicef.at). Sowohl jeder und jede Einzelne als auch alle gemeinsam sind gefordert. Um echte Nachhaltigkeit zu erreichen ist ein Entwicklungsprozess notwendig, der eine Kooperation von Politik, öffentlicher Verwaltung, Zivilgesellschaft, Medien, Wissenschaft, NGO´s und Unternehmen sowie wertschätzende Kommunikation untereinander braucht. Und es geht um konsequentes, langfristiges Handeln über viele Legislaturperioden.

Auf unserer Erde bleiben oder doch lieber zum Mars auswandern?

„Grüne Wirtschaft“, technische Lösungen oder Digitalisierung können die Erreichung der SDGs ein wenig unterstützen. Vor allem aber ist es eine kulturelle Frage und eine große Bildungsaufgabe (siehe auch das Österreichische Umweltzeichen für den Bereich Bildung). Eine kulturelle Frage ist es, weil wir zwar spüren und oft auch wissen, dass dauerndes Wirtschaftswachstum und Naturzerstörung unmöglich sind (our little world is too small for us), aber gleichzeitig so tun als ob nichts wäre (kognitive Dissonanz nennt man das  - auf gut Österreichisch Verdrängung einer unbequemen Wahrheit).

Außerdem ist es eine Frage der Gerechtigkeit: wie wollen wir die verbleibenden Ressourcen unserer Erde aufteilen - eine globale Frage, keine nationale! Keine Mauer der Welt kann Migration aufhalten, wenn z.B. die Böden durch Hitzeschäden keine Nahrung mehr hergeben.  Mit dem österreichischen Lebensstil verbrauchen wir derzeit etwa die Ressourcen von 3 Erden – siehe auch Blog zum Welterschöpfungstag mit Tipps wie ein gutes Leben für alle erreichbar ist.

Sie, wir alle können so weitermachen wie bisher: vielleicht ein wenig mehr „nachhaltiger Konsum“ und passt schon. Dann müssen womöglich wir, unsere Kinder oder Enkeln noch in diesem Jahrhundert den Ranzen packen für eine Reise auf den Mars (oder unsere Erde schaut dann ähnlich aus wie der Mars, was auf das gleiche hinausläuft). Ich wünsche mir keinen solchen interplanetaren Migrationsstrom.


Weitere Informationen

german_global_day_2018_toolkit.pdf

    

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