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Susanne Stark

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Werdegang: Bereits während meines Chemiestudiums habe ich im Umweltbereich gearbeitet. Nach den beruflichen Stationen Umweltbundesamt und "die umweltberatung" bin ich nun seit 2009 im VKI für das Österreichische Umweltzeichen und das EU Ecolabel tätig.

Funktion: Team Umweltzeichen, Bereich Produkte

Warum ich gerne beim VKI arbeite: In einem sehr netten und engagierten Team mich um Dinge zu kümmern, die mich interessieren – was will ich mehr!

Privates: Berge, Musik (passiv) fast aller Richtungen, Lesen, Kochen (und natürlich auch Essen)

Lieblings-Zitat: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“ Oskar Wilde

Kontakt: sstark@vki.at

Hormonschädigende Chemikalien: Das lange Zaudern der EU
Obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt ist, dass manche körperfremde Stoffe das Hormonsystem von Mensch und Tier negativ beeinflussen können, wurden bis heute kaum gesetzliche Maßnahmen getroffen.

World Cloud Endocrine System (Grafik: Maialisa @ pixabay.com)

Da ich hormonschädigende Chemikalien für eine globale Bedrohung halte, versuche ich mich darüber auf dem Laufenden zu halten, das Wissen zu verbreiten und Stellung zu beziehen, wenn und wo ich es für sinnvoll halte - und wenn ich Zeit dazu finde. Dabei stelle ich immer wieder fest:  Als eigentlich überzeugte Europäerin bin ich über die Vorgänge in der EU – insbesondere in der EU-Kommission – immer wieder enttäuscht und entsetzt.

Sorry, das waren NICHT die Hormone
Körperfremde Stoffe können das Hormonsystem von Mensch und Tier beeinflussen – leider oft mit negativen Folgen.

Baby-Utensilien (Foto: Shutterstock)

Bevor mein Sohn zur Welt kam, habe ich mich mit Schadstoffen in Babyartikeln beschäftigt – das ist ja praktisch eine „Berufskrankheit“ von mir. Schon damals, vor über 13 Jahren, war bekannt, dass BPA (Bisphenol A) aus Babyflaschen in die Milch gelangen kann. Und dass dieser Stoff östrogenähnlich wirkt. BPA ist in Babyflaschen, Beißringen und Schnullern seit 2011 verboten, wird aber in anderen Konsumprodukten noch eingesetzt. Auch viele andere Chemikalien, die ähnlich wirken, begegnen uns heutzutage  in verschiedensten Konsumprodukten. Gesetzliche Maßnahmen dagegen sind längst überfällig.

Verduftet: Gute Gerüche tun nicht immer gut
Schon auf der Verpackung von Duftspendern ist zu lesen, warum man sie besser im Regal stehen lässt.

Supermarkt-Regal mit Duftspendern

Duftstoffe beschäftigen mich schon lange. Schon als Kind bekam ich rote, juckende Ausschläge, wenn ich Wäsche trug, die mit Weichspüler behandelt wurde. Seit ich mich beruflich mit den Chemikalien in Wasch- und Reinigungsmitteln auseinander setze, weiß ich auch genau wieso: viele dieser Stoffe sind allergieauslösend. Und ich habe gelernt, dass sie oft auch gefährlich für die Umwelt sind.