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Nachhaltig leben

Bewusst (nicht) kaufen
Lieber Reparieren, Tauschen, Ausborgen

Neulich war die Verankerung des WC-Deckels kaputt – shit happens. Ich war gewillt, etwas Neues, Modernes zu kaufen. Allein - mir gefiel kein einziges Modell. Der Blick in den Baumarkt motivierte mich rasch, selbst eine Reparatur zu versuchen und diese glückte. Das bringt mehr als Umweltschutz, nämlich auch Geld oder Zeit zu sparen für die Produktsuche bzw. den Produktvergleich.

Die Zeit für Radtouren ist gekommen!
Entschleunigt, umweltfreundlich und sicher unterwegs.

Radfahrer am Radweg bei Schlögen

Mit dem Frühsommer, bei milden Temperaturen und vielen langen Wochenenden kommt bei mir immer die Lust am Reisen mit dem Rad. Neben dem wunderbaren Gefühl selbstbestimmt und umweltfreundlich unterwegs zu sein, sind auch die entschleunigte Bewegung, die frische Luft und meist schöne Landschaft Balsam für Körper und Seele.

Dieses Gefühl von Freiheit und Bewegungsfreude hat mich schon in meiner Jugend gepackt, als ich mit einer Gruppe von Freunden, mit Zelt und Schlafsack und nicht viel mehr, durch das Waldviertel geradelt bin. Leider sind die Gelegenheiten dazu in den letzten Jahren viel zu selten geworden, aber die Eindrücke von vergangenen Touren sind einprägsam und lebendig geblieben.

Am 5. Juni ist Umwelt-Zeichen-Tag
Erlebnisse, Rabatte und Genuss

Blaues Banner mit Logo des Österreichischen Umweltzeichens und Aufschrift Umwelt-Zeichen-Tag

Zum Weltumwelttag präsentiert das Österreichische Umweltzeichen seine ganze Vielfalt. Eine Woche lang zeigen engagierte Unternehmen, Schulen und Partner was sie für die Umwelt tun.

Umweltzeichen-Erlebnisse am Weltumwelttag

Der Tag kann zum Beispiel gemütlich mit einem Picknick im Garten des Umwelt Hotels Gallizinberg beginnen, gefolgt von einer Hotelführung, bei der Ihnen die Gastgeber zeigen, wie sie ihren Familienbetrieb seit Jahren immer umweltfreundlicher gestalten.

Telefonieren ohne Beigeschmack
Fairphone

Ein Smartphone, das so nachhaltig wie derzeit möglich produziert wurde - das wollte ich haben. Meine Erfahrungen mit dem "Fairphone".

Wer sich beruflich mit nachhaltigem Konsum auseinandersetzt, muss ein gewisses Maß an Schizophrenie ertragen können. Man versucht, seine Leserinnen und Leser zu ermutigen, beim Einkaufen und Konsumieren immer auch die sozialen und ökologischen Folgen seines Handelns im Kopf zu behalten. Selber aber muss man sich eingestehen, dass man diesen Anspruch nicht tagtäglich erfüllen kann.

Zum in die Haare schmieren
Woche 1 des Experiments Haarseife

Woche 1 des Experiments Haarseife (Bild: Payreder/VKI)

"Naja, nicht so toll." So würde ich die erste Woche meines Experiments Haarseife beschreiben. Über die Gründe, Haarseife auszuprobieren, habe ich in meinem letzten Beitrag geschrieben. Nach einer Woche ziehe ich die erste Bilanz.

Wie ein Tag am Meer

Reisen und Klimaschutz: Braucht es eine 3. Flughafen-Piste?
Warum alles für die Bahn und wesentliches dagegen spricht

Zug Bahn Geschwindigkeit Klimaschutz denis_belitsky__shutterstock

Schon einmal versucht, tagsüber mit der Bahn von Wien nach Berlin, Brüssel oder Paris zu reisen?  -  Herzlich Willkommen im Vielfliegerprogramm. Oder bald auf der 3. Piste?

Neulich im Flugzeug nach Berlin habe ich darüber nachgedacht, warum es uns so schwer gemacht wird, ökologisch sinnvoll und bequem zu reisen. Der BVwG-Entscheid zur 3. Piste in Schwechat könnte einen Paradigmenwechsel bei der Abwägung von öffentlichen Interessen zwischen Klimaschutz und Wirtschaft bringen.

Dabei liebe ich Bahnfahren.

Hormonschädigende Chemikalien: Das lange Zaudern der EU
Obwohl schon seit Jahrzehnten bekannt ist, dass manche körperfremde Stoffe das Hormonsystem von Mensch und Tier negativ beeinflussen können, wurden bis heute kaum gesetzliche Maßnahmen getroffen.

World Cloud Endocrine System (Grafik: Maialisa @ pixabay.com)

Da ich hormonschädigende Chemikalien für eine globale Bedrohung halte, versuche ich mich darüber auf dem Laufenden zu halten, das Wissen zu verbreiten und Stellung zu beziehen, wenn und wo ich es für sinnvoll halte - und wenn ich Zeit dazu finde. Dabei stelle ich immer wieder fest:  Als eigentlich überzeugte Europäerin bin ich über die Vorgänge in der EU – insbesondere in der EU-Kommission – immer wieder enttäuscht und entsetzt.

Die EU-Kommission ist säumig

Bereits 2013 sollten Verbote und Beschränkungen für hormonschädliche Chemikalien bei Biozidprodukten in Kraft treten, seit 2015 sollten Maßnahmen bei Kosmetika eingeführt werden – dies wurde in den jeweiligen Gesetzen festgeschrieben. Beides ist bis jetzt noch nicht erfolgt. Ein Spiegel-Artikel beschreibt recht klar die Hintergründe.

Sorry, das waren NICHT die Hormone
Körperfremde Stoffe können das Hormonsystem von Mensch und Tier beeinflussen – leider oft mit negativen Folgen.

Baby-Utensilien (Foto: Shutterstock)

Bevor mein Sohn zur Welt kam, habe ich mich mit Schadstoffen in Babyartikeln beschäftigt – das ist ja praktisch eine „Berufskrankheit“ von mir. Schon damals, vor über 13 Jahren, war bekannt, dass BPA (Bisphenol A) aus Babyflaschen in die Milch gelangen kann. Und dass dieser Stoff östrogenähnlich wirkt. BPA ist in Babyflaschen, Beißringen und Schnullern seit 2011 verboten, wird aber in anderen Konsumprodukten noch eingesetzt. Auch viele andere Chemikalien, die ähnlich wirken, begegnen uns heutzutage  in verschiedensten Konsumprodukten. Gesetzliche Maßnahmen dagegen sind längst überfällig.

Hormonell schädigende Chemikalien verursachen globale Probleme

Haarwäsche mal anders
Experiment Haarseife

Regal Shampoos (Bild: Lisa Payreder)

Neulich vor dem Shampoo-Regal: „Für schnell fettendes Haar“, „Für grandioses Volumen und Fülle“, „Für gesunde Spitzen“, „Für besonderen Glanz“…

Na was denn nun? Eigentlich könnte ich das alles brauchen. Helfen wird das neue Shampoo dann trotzdem nicht. Meine Haare bleiben so wie sie sind: dünn, ohne Volumen und nach zwei Tagen schon wieder fettig. Da könnte ich eigentlich auch gleich blind in das Regal hineingreifen und irgendetwas rausnehmen. Unterschiede gibt es natürlich, aber wirklich zufrieden war ich noch mit keinem Shampoo.

Verduftet: Gute Gerüche tun nicht immer gut
Schon auf der Verpackung von Duftspendern ist zu lesen, warum man sie besser im Regal stehen lässt.

Supermarkt-Regal mit Duftspendern

Duftstoffe beschäftigen mich schon lange. Schon als Kind bekam ich rote, juckende Ausschläge, wenn ich Wäsche trug, die mit Weichspüler behandelt wurde. Seit ich mich beruflich mit den Chemikalien in Wasch- und Reinigungsmitteln auseinander setze, weiß ich auch genau wieso: viele dieser Stoffe sind allergieauslösend. Und ich habe gelernt, dass sie oft auch gefährlich für die Umwelt sind.

Duftstoffe für unser Zuhause

Es gibt sie als sogenannte „Raumerfrischer“ in Form von Sprays und sonstigen Spendern zu kaufen.  Wenn man das "Kleingedruckte" auf den Produktverpackungen liest - und das ist aufgrund der Schriftgröße eine ziemliche Herausforderung - findet man genügend Gründe dafür, auf sie zu verzichten.
 

Meine 3 „Best-of“ Warnhinweise

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