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Technik-Spielplatz

Und WhatsApp sprach: Geht hin und kauft neue Smartphones

Wie wir in Abhängigkeit geraten sind, warum Obsoleszenz okay ist und weshalb keiner etwas dafür kann.

Wer schreibt heutzutage noch SMS, wo es doch WhatsApp gibt?, haben wir gesagt, weil es plötzlich alle gesagt haben und sich von der technisch beschränkten Kommunikationsform aus der Steinzeit der Mobiltelefonie verabschiedet haben. Aber wer hat damit angefangen? Ein Freund, ein Kollege, die Kinder, die Enkel – üblicherweise ist immer irgendjemand an irgendetwas schuld. Aber diesmal ist es einfach so passiert. Eine Milliarde Nutzer können sich nicht irren, selbst wenn es ihnen einfach nur passiert ist. Und jetzt sitzen wir da und stimmen den Obsoleszenz-Blues an?

Kurztest: My friend Cayla

Finger weg von der sprechenden Puppe!

'My friend Cayla' ist eine sprechende Puppe für Kinder ab 4 Jahren. In unserem Kurztest ist sie jedoch kläglich durchgefallen. Und da ist vom Datenschutz-Aspekt noch gar keine Rede.
UPDATE: In Deutschland wurde die Puppe verboten. Laut Gesetz ist sie eine getarnte Abhöranlage, dessen Einfuhr, Herstellung und Vertrieb illegal sind. Eltern werden von der Bundesnetzagentur aufgefordert, die Puppe zu zerstören.

Amazon: Schluss mit gekauften Bewertungen

Der Online-Handelsriese verbietet Rezensionen auf Basis bereitgestellter Produkte. 500.000 Bewertungen wurden bereits gelöscht. Das löst zumindest für Amazon einen Teil des Problems.

Amazons Club der Produkttester, Vine, war mir seit jeher suspekt. Sicher, ich würde mir auch gerne mein Wohnzimmer mit LCD-TVs und anderen schönen Dingen vollstopfen oder sie zumindest kostenlos ausprobieren. Aber ehrlich: Wäre ich dann bei der Rezension unbeinflusst und würde sagen, dass es sich um ein Glumpert handelt, wenn es so ist? Andererseits sagt Amazon, dass negative Rezensionen okay gehen. Mag sein, ich hab's nicht überprüft. Anders schaut es aus, wenn einem der Hersteller selbst ein Produkt zur Verfügung stellt und Geschenke oder Vorteile in Aussicht stellt. Vielleicht versteckt man verklausuliert ein bisschen Kritik, aber schlechter als durchschnittlich schneidet ein solches Produkt wohl kaum ab. Genau das war Amazon nun selbst ein Dorn im Auge.

Internet der unkontrollierbaren Dinge

Vom Kühlschrank bis zum Toaster, bald werden alle unsere Haushaltsgeräte im Netz hängen. Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten.

Die USA Ende Oktober 2016. Auch abseits des Wahlkampfes spielte sich Dramatisches ab: Plötzlich ging bei Netflix, Spotify und Co. stundenlang nichts mehr. Während die Kunden ihre Onlinedienste vergeblich zu erreichen versuchten, waren diese mit der Abwehr einer Internetattacke beschäftigt. Auf den ersten Blick nichts Neues, aber intensiver als je zuvor. Es war, als würden Millionen von Nutzern gleichzeitig den Song eines über Nacht berühmt gewordenen Teeniestars abrufen wollen. Was das mit Samsungs vernetztem Kühlschrank zu tun hat, den ich heuer auf der Berliner Funkausstellung IFA bewundert habe? Mehr als uns allen miteinander lieb ist.

Auch ohne Klick zum Einkaufsglück

Online-Shopping am PC war gestern. Jetzt wird das Bestellen auf Knopfdruck endlich fassbar: Der Amazon Dash Button ist da!

PC, Smartphone und Drucker sind längst schon vernetzt. Tatsächlich sind wir nur noch einen kleinen Schritt vom Internet der Dinge entfernt, das uns Kühlschränke bescheren wird, die aufschreien, wenn die Milch zur Neige geht und gleich den Einkaufszettel für die Online-Bestellung zusammenstellen. Aber wir können schon ein bisschen in die neuen Zeiten hineinschnuppern, indem wir malerisch über die ganze Wohnung Dash Buttons verteilen.

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