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Ich packe meinen Koffer und nehme mit:

Kletterschuhe, einen Badeanzug und einen Menstruationscup.

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Menstruationscup (Bild: virginiabar/Shutterstock)

Endlich, der langersehnte Urlaub ist da. Zwei Wochen lang Sonne, Strand und gaaaanz viel Klettern am Fels.

Sie fragen sich wo ich war? Gar nicht mal so weit weg. Der Nationalpark Paklenica in Kroatien ist ein Paradies für Menschen, die gerne Wandern bzw. Klettern und abends am Strand entspannen möchten.

Ein kurzer Blick in meinen Kalender verrät mir allerdings „Ungemach“. Mein Körper ist was meine Monatsblutung betrifft, wie ein Uhrwerk. Der Gedanke draußen am Strand oder im Nationalpark mit Monatshygiene-Artikel wie Damenbinden und Tampons herumzuhantieren und den Müll, den ganzen Tag im Rucksack mitzuschleppen, weil kein Mistkübel parat ist, lassen mich erschauern.

Nationalpark Paklenica

Nationalpark Paklenica in Kroatien (Bild: Wölbitsch/VKI)

Zum Glück gibt es den Menstruationscup. Ich kenne dieses Produkt schon seit Jahren. Auf einem Kongress erhielt ich einst eine Broschüre zum Thema Menstruationskelch. Damals fand ich das Ganze schon ein wenig schräg. Welche Frau nutzt bitte eine Muffinform aus Silikon, wenn sie ihre Tage hat?

Was so eine Muffinform alles kann...

Heute weiß ich es besser und bin begeistert. Ich spare mir wegen der Wiederverwendbarkeit Unmengen an Müll und ich muss mir keine Gedanken machen, wo ich in den nächsten paar Stunden auf die Toilette gehen kann, um Tampons zu wechseln. Tatsächlich komme ich bis zu 6 Stunden ohne ein Ausleeren des Menstruationscups aus. Der Grund dafür? Es wird nur die Menge an Flüssigkeit aufgefangen, die tatsächlich vom Körper ausgeschieden wird. Auch beim Baden in  Gewässern muss ich mir keine Gedanken mehr über „mit Wasser vollgesogene Tampons“ machen. (Wussten Sie, dass es eigene „wasserdichte“ Tampons zum Schwimmen gibt? Mir persönlich sind diese aber zu kostenintensiv, um diese noch zusätzlich zu meinen regulären Tampons dazu zu kaufen.)

Einziger Wehmutstropfen an der Sache ist, dass egal welche Größe ich bei den Cups verwende, der Cup in den ersten zwei bis drei Tagen am Beginn meiner Periode einfach undicht ist. In dieser Zeit ist mein Beckenboden derart entspannt, dass der Cup einfach keinen Halt findet. Danach ist aber alles prima und ich vergesse fast, dass ich ihn trage.

Wie schaut's mit der Hygiene aus?

Was die Hygiene betrifft gehe ich wie folgt vor: Ein neuer Cup wird noch vor dem ersten Einsatz in einem heißen Wasserbad sterilisiert. Wenn ich dann mit dem Cup unterwegs bin, spüle ich ihnen einfach zwischendurch mit klarem Wasser aus oder wische das Innere mit einem sauberenTaschentuch oder Toilettenpapier aus. Bevor ich den Cup bis zu seinem nächsten Einsatz im mitgelieferten Beutelchen verwahre, sterilisiere ich es erneut.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen, was die Hygiene der Cups betrifft, lesen Sie auf konsument.at. Welches der Beste ist und welche Erfahrungen unsere Testerinnen gemacht haben, gibt es ebenfalls in unserem großen TEST: Menstruationstassen. Auch lesenswert: Der Blog-Beitrag meiner Kollegin Birgit Schiller. Sie berichtet über das gesellschaftliche Tabu-Thema "Menstruation"  und was Frauen während der Regel so alles mitmachen.

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