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Osternaschereien im Kalorien-Check

Wieviel sind 100 kcal?

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Im Osternest verstecken sich viele Kalorien. (Bild: B. Beck/VKI)

Ein üppig mit Süßigkeiten gefülltes Körbchen gehört zu Ostern einfach dazu. Doch manche Naschereien haben es ganz schön in sich. Wie viele Kalorien in Osterhäschen und Dragee Eiern stecken verrate ich euch hier.

Da in Zeiten von Corona umfangreiche Markterhebungen nicht möglich sind, habe ich beim privaten Wocheneinkauf in zwei Supermärkten 14 typische Osternaschereien in den Einkaufswagen gepackt. Was ich interessanterweise nicht gefunden habe, sind klassische Gelee Eier, dafür kaufte ich viel Schokolade, Baiser Eier, Dragee Eier und essbares Ostergras.

Ganz schön üppig

Die meisten Süßigkeiten sind ganz schön üppig – 400 bis 600 kcal pro 100 g liefern die Naschereien. Der Nutri-Score ist mit drei Ausnahmen ein E (rot). Bei den Ausnahmen handelt es sich um das essbare Ostergras (C = gelb) sowie um die Baiser- und Dragee-Eier (beide D = orange). Die Details zum Nutri-Score könnt ihr in der Jänner-Ausgabe des KONSUMENT nachlesen, mein Bekenntnis pro Nutri-Score auch hier als Blogbeitrag.

So sehen 100 kcal aus

Rund 2.000 kcal benötigt ein Mensch pro Tag – Männer und Sportler etwas mehr, Ältere und Bewegungsinaktive etwas weniger. Aber für eine grobe Einschätzung funktionieren diese 2.000 kcal ganz gut.

Wie viel beziehungsweise wie wenig 100 kcal in Form von Osternaschereien sind, zeige ich euch hier in der Bildergalerie.

Etwas mehr als ein Mini-Osterhase oder zwei, drei Schokoeier bleiben da nicht übrig. Das einzige, wo ihr mengenmäßig zuschlagen könnt, ist das essbare Ostergras.

Palmöl

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In diesen Osternaschereien steckt Palmöl. (Bild: Beck/VKI)a

Auch Palmfett habe ich in 5 von 14 Naschereien gefunden, und zwar in Ferrero Noggy, Kinder mini eggs, M&M´s Eggs, Manner Schoko Cremehenderl sowie Milka Löffel Ei Oreo.

Palmöl wird von der Lebensmittelindustrie gerne eingesetzt – es ist billig, leicht zu verarbeiten und lange haltbar. Aber es ist ökologisch bedenklich und als primär gesättigtes Fett ungesund. Im Konsument haben wir einiges zur Palmölproblematik veröffentlicht: Palmöl - Dem Öl auf der Spur (Teil 1) 2/2017, Palmölproduktion - Raubbau in Indonesien (Teil 2) 3/2017 und Palmöl - Zertifizierung und Siegel (Teil 3) 4/2017.

Und dass es ohne Palmöl in Osternaschereien auch geht, zeigen die restlichen 9 Beispiele.

Gesund naschen?

Gesund naschen gibt es nur in der Werbung. Aber natürlich haben Süßigkeiten auch Platz in der Ernährung. Sie stellen die Spitze der Pyramide da und haben so in Minimengen, das heißt maximal eine kleine Portion Süßes oder Salziges, Platz im täglichen Essen. Oder man hebt sich das tägliche Kontingent für Ostern auf. Dann darf es auch ein bisschen mehr sein.

Frohe Ostern!

 

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3 Kommentare

mu

Dragee Eier, Gelee Eier, Ei Oreo...

Hier handelt es sich um zusammengesetzte Hauptwörter, diese verlangen einen Bindestrich.

Beim "Kalorien-Check" gehts doch auch, warum nicht bei den anderen Begriffen?

Trotzdem schöne (F)eiertage!

@Franz Himmler

Die Kohlenhydrate können Sie auf der Verpackung ablesen, ebenso den Zuckerwert. Dass beide Werte extrem hoch sind, ergibt sich bereits aus den Inhaltsstoffen. Schokolade besteht nun einmal aus viel Fett und Zucker...

Die Autorin hat insofern eine äußerst brauchbare Darstellung der Kalorien geliefert, denn es ist zwar schön zu lesen, dass bspw Schokolade so um die 500 bis 700 Kalorien (je nach Zusatz, wie zB Nüsse) hat, doch wer weiß schon genau, wie schwer ein Schokoladenei oder ein Osterhase ist und vor allem, welches Gewicht das gerade verzehrte Stück hat?

Gerade zu Ostern werden Unmengen von diesem Zeug verdrückt und da gibt ein Foto sicherlich mehr her als eine Kalorientabelle.

 

FH

Interessant, aber noch interessanter wären Kohlehydrate und besonders der Zuckerwert

DH

Alles sehr interessant.

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