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Squishies: Besonders besorgniserregend!

Problematische Chemikalien in Spielzeug und anderen Alltagsprodukten

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Squishies - kleine, zusammendrückbare Gummispielzeuge

In Dänemark werden sogenannte "Squishies", bunte Spielfiguren aus Schaumstoff, aus dem Verkehr gezogen, weil sie gesundheitsgefährende Chemikalien enthalten. In Österreich dürfen sie nach wie vor verkauft werden.

Hohes Gesundheitsrisiko für Kinder

Die Testergebnisse zeigten, dass einige dieser Substanzen zum Teil in großen Mengen aus den Produkten ausdünsten. Nach Angaben der dänischen Behörde besteht dann ein hohes Gesundheitsrisiko, wenn Kinder mit solchen Figuren im Bett einschlafen oder auch nur sich mehrere davon im Kinderzimmer befinden.

Zu den identifizierten Chemikalien gehören u.a. Dimethylformamid, Styrol und Toluol. Diese Stoffe gelten als gesundheitsschädlich und allergieauslösend. Dimethylformamid steht wegen seiner fortpflanzungsschädigenden Eigenschaften seit Ende 2012 auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe (“substances of very high concern” SVHC) gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung REACH. 

Schadstoffe in Alltagsprodukten

Chemikalien werden auf diese Liste gesetzt, wenn sie negative Langzeit-Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt haben. Dazu zählen Störungen des Hormonsystems, krebserregende Wirkungen und negative Effekte auf die Fortpflanzung. Leider können einige dieser Substanzen auch noch in Produkten des täglichen Gebrauchs, wie Spielzeug, Möbel oder Textilien vorkommen.

Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf, auf ihre Anfrage beim Hersteller oder Händler hin die Information zu erhalten, ob diese Chemikalien zu über 0,1% in einem Produkt enthalten sind - innerhalb von 45 Tagen und kostenlos. 

Eine App als Kommunikationsinstrument zu Chemikalien in Produkten

Der VKI ist gemeinsam mit 19 Partnerorganisationen am Projekt "LIFE AskREACH" beteiligt. Ziel dieses Projektes ist, dieses Auskunftsrecht nach REACH zu erleichtern. Konsumenten und Konsumentinnen können sich damit besser über Schadstoffe in Alltagsprodukten informieren. Damit wird auch den Produzenten signalisiert, dass sie möglichst auf diese Chemikalien verzichten sollen. Im Mai 2019 wird die App erhältlich sein. In einer ersten Befragung haben beinahe 60% der Bevölkerung angegeben, dass sie diese App gerne verwenden würden, fast 75% würden sich gerne über eine Webseite informieren.

Weitere Informationen über das Projekt

 

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