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Umgekehrter Adventkalender

Hilfe schenken

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(Alexandra Konstantinoudi/V-Light Media e.U)

Geben statt Nehmen. Das ist das Prinzip des umgekehrten Adventkalenders. Statt Schokoladenadventkalender in diversen Supermärkten zu suchen, habe ich mich dazu entschieden, den Konsumwahn und Stress hinter mir zu lassen. Ich will mich darauf besinnen, worum es zu Weihnachten eigentlich geht: Um Liebe und sozialen Zusammenhalt.

Der Countdown zum Heiligabend hat schon längst begonnen. Das erkennen wir nicht nur an der Weihnachtsmusik, die durch die Supermärkte schallt. Jeden Tag öffnen wir ein Türchen des Adventkalenders. Doch halt. Diesmal will ich es anders machen. Vor einigen Jahren hatte Daniel Böhm von „Streetlife Wien“ eine tolle Idee: Er drehte das Prinzip einfach um. Geben statt Nehmen. Das ist das Prinzip des umgekehrten Adventkalenders.

So wird’s gemacht 

Seit 1. Dezember lege ich jeden Tag eine Sachspende in eine Kiste. Haltbare Lebensmittel wie Marmelade, Reis, Kaffee, aber auch Hygiene-Artikel, Besteck oder Kleidungsstücke wie Handschuhe oder Hauben. Ratsam ist, sich die karitative Einrichtung, Privatperson oder Institution, der man spenden möchte, schon im Vorhinein zu überlegen. Damit man auch weiß, welche Sachspenden gerade am notwendigsten gebraucht werden. Man ist an keine Rahmenbedingungen gebunden und kann selbst entscheiden, wem man zu Weihnachten eine Freude bereiten möchte. Die mit  24 praktischen Dingen bestückte Kiste spendet man dann zu Weihnachten an die ausgesuchte Organisation. 

Soziale Wärme schenken

Für die meisten von uns sind warme Mahlzeiten und eine beheizte Wohnungen an kalten Wintertagen eine Selbstverständlichkeit. Doch es gibt auch viele Menschen in Österreich, die diese Möglichkeit nicht haben. Weil sie tagein, tagaus auf der Straße leben. Die Plattform “Streetlife Wien” verfolgt das Ziel, den Wert des öffentlichen Raums zu thematisieren. Auch Armut und Obdachlosigkeit sind Teil dieses öffentlichen Raums. Und anstatt das zu ignorieren, wolle man - erst recht in der kalten Jahreszeit – mit guten Ideen und Solidarität einen positiven Beitrag leisten. Und der umgekehrte Adventkalender ist ein Teil davon.  

Annahmestellen in ganz Österreich

„Streetlife Wien“ hat dazu auf ihrer Website eine Liste von möglichen Stellen zusammengefasst (www.streetlife.wien/umgekehrter-adventskalender/). Die Caritas, das Neuner Haus, die VinziRast oder die Volkshilfe Wien suchen zum Beispiel laufend nach Spenden. Die Liste ist nicht vollständig und kann individuell erweitert werden. Kennen Sie beispielsweise ein Sozialprojekt in Ihrem Bundesland oder Grätzel?  Kontaktieren Sie die Einrichtung Ihrer Wahl am besten vorab und erkundigen Sie sich, was diese gebrauchen können. Oder lesen sie nach. Es empfiehlt sich auch, vorher zu fragen, wann genau Sachspenden gebracht werden können.

Eine Aktion für die ganze Familie 

Das Prinzip des umgekehrten Adventkalenders lässt sich auch in den Alltag integrieren. Ob am Arbeitsplatz mit Arbeitskollegen oder mit der gesamten Familie. Fragen Sie nach und schenken Sie miteinander Freude und Wärme. Noch ist es nicht zu spät! Besorgen Sie eine Kiste und los geht das Befüllen.

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