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Weltverbrauchertag – Wir feiern mit Ihnen

Und jährlich grüßt das Murmeltier …

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Weltverbrauchertag (Bild: D. Brindlmayer/VKI)

Spätestens Anfang Februar ist es irgendwann soweit: Am Ende einer wichtigen Besprechung wirft jemand die Erinnerung in die Runde, als gelte es, heuer nur ja nicht wieder den Geburtstag der Erbtante zu vergessen: „15. März!!! Weltverbrauchertag!!!“

Dieser besondere Tag ist wohl nicht so bekannt wie Mutter- und Vatertag, aber ein wichtiges Signal an Politik und Gesellschaft. Er ist ein internationaler Aktionstag des weltweiten Dachverbandes der Konsumentenorganisationen „Consumers  International“ (CI) und geht zurück auf den US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 15. März 1962 vor dem US-Kongress grundlegende Verbraucherrechte deklarierte - etwa das Recht, vor betrügerischer oder irreführender Werbung und Kennzeichnung geschützt zu werden.

Soviel zum Geschichtsunterricht.

Ganz salopp gesagt ist er aber auch ein wenig wie der „Tag des Eis“ (heuer am 11. Oktober) für ein Huhn. Man freut sich darüber, was man gemacht hat und gackert, um zu zeigen, dass man sich weiterhin plagt.  

„Also, was machen wir denn heuer?“

Gute Frage, auf die niemand in der Runde vorbereitet ist. Aber dennoch sind sofort Antworten parat: Einen „Tag der offenen Tür?“, „Kostenlose Beratung?“, „Eine Pressekonferenz!“. Für große Aktionen fehlt es an Zeit und Geld, also wenigstens eine Presseaussendung?

Wie also begeht man als Konsumentenschutzorganisation den „Weltverbrauchertag"?

Die Lösung: Sie sind am Wort!

Daniela Brindlmayer und Verena Madlberger-Kleinschmid bringen frischen Wind in unsere Gedanken. Unseren jungen Kolleginnen verdanken wir die Idee, diesen Tag mit Ihnen, liebe Konsumentinnen und Konsumenten, zu begehen.

So fällt die Entscheidung: Wir erteilen Ihnen das Wort, um Ihrer Stimme zum symbolhaften Tag der Verbraucher Gehör zu verschaffen.

Über Newsletter, Facebook und unsere Website konsument.at haben wir Sie eingeladen, unsere Arbeit zu beurteilen und Ihre Wünsche an uns abzugeben. Nun liegen die ersten Ergebnisse vor.

Ganz im Ernst: Wir sind beeindruckt und sagen ein großes DANKE, dass Sie in so großer Zahl und so engagiert diese Gelegenheit genützt haben! Über 5.300 Menschen haben sich die Mühe gemacht, unseren Fragebogen vollständig auszufüllen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieser Aktion geleistet: Wir wissen, was Sie bewegt und dass Sie unsere Arbeit offenbar sehr schätzen.

Beides motiviert uns ungemein für alle Aufgaben, die vor uns liegen. Selbstverständlich werden uns Ihre Wünsche immer Orientierung sein.  

Ihr Urteil…

Vorweg: Vielen Dank für die Anerkennung! Diese Werte machen uns stolz. Unser Blick fällt allerdings auch auf jene 2 %, die mit unserer Arbeit „weniger“ oder „sehr unzufrieden“ sind. Sind Sie an unseren überlasteten Telefonleitungen gescheitert? Haben wir Sie – gestresst am Telefon – etwa unfreundlich behandelt? Haben wir Ihre Zuschrift verspätet oder etwa gar nicht beantwortet? Hatten Sie das Gefühl, dass wir Ihnen nicht weitergeholfen haben?

Wenn das bei Ihnen der Fall war, schreiben Sie mir bitte an gfrueholz@konsument.at.

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Umfrageergebnis Konsumentenschutzumfrage: Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von uns (dem VKI) im Konsumentenschutzbereich? (Bild: D. Seyser/VKI)

 

…und Ihre Wünsche

Es ist ganz deutlich zu sehen: Ihre Erwartungen an uns sind hoch. Nahezu jede/r 2. Befragte wünscht sich von uns „mehr“. Wir möchten diese Herausforderung annehmen.

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Viel zum Lesen

Auswertung gerade noch rechtzeitig geschafft: Ihre Wunschliste auf 394 (!) Seiten. surprise

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Konsumentenschutzumfrage März 2019 - Auswertung der Ergebnisse (Bild: D. Brindlmayer/VKI)

 

Kleine und große Wünsche

„Bessere Präsenz in den Medien und in der Öffentlichkeit“

Ja, die möchten wir auch. Aber unser Werbebudget beträgt gerade einmal 160.000 Euro. So sind wir weitgehend darauf angewiesen, dass über die Ergebnisse unserer Arbeit berichtet wird. Dank unserer guten Öffentlichkeitsarbeit klappt das auch - wir wurden in Medien im Vorjahr weit über 3.000mal erwähnt. Aber ebenso ist Tatsache, dass wir manche Menschen derzeit nicht erreichen, insbesondere die jüngere Generation. Wir arbeiten daran, u.a. durch unsere Social-Media-Aktivitäten.

„Eine eigene TV-Sendung“

Ja, das wäre schön, ist derzeit aber nicht realisierbar. Wir sind daher mit unseren Themen in einigen TV-Sendungen sozusagen „zu Gast“, weil wir für deren Redaktionen guten Inhalt liefern.

„Ein dichteres Beratungsnetz“

Ein dichteres Angebot an österreichweiter persönlicher Beratung ist uns aus Ressourcengründen nicht möglich. Wir setzen auf Online-Beratung.

„Schwarze Schafe beim Namen nennen“

In konkreten Fällen machen wir das ohnehin, sowohl in unserer Berichterstattung als auch in der Medienarbeit. Was noch fehlt, ist eine Datenbank mit Firmen, die uns bzw. den Konsumentinnen und Konsumenten immer wieder negativ auffallen. Die Umsetzung dieser Idee ist nicht ganz einfach und birgt auch juristische Probleme. Aber wir haben dieses Vorhaben nicht aufgegeben.

„Testergebnisse sollen für alle online gratis sein“

Viele User und Kunden fordern von uns a) mehr Leistung, b) bessere Leistung für c) weniger Geld oder gar gratis. Geht nicht, geht gar nicht. Irgendwer muss unsere Kosten zahlen. Wir haben einerseits keine Werbeeinnahmen und andererseits erhebliche Kosten, daher können wir unsere Inhalte nicht verschenken. Inseratenfreiheit und Unabhängigkeit haben ihren Preis.

„Mehr Datenschutz-Themen“

Wir haben das Thema Datenschutz vor etwa 2 Jahren zum Schwerpunkt erklärt und in nahezu jedem Heft einen Beitrag dazu. Neuerdings gehen Datenschutzaspekte bei Produkttests in die Bewertung ein (aktuelles Beispiel Test Saugroboter in Heft 4/2019), im Oktober 2018 ist unser Handbuch Datenschutz erschienen.

 „Rückrufaktionen besser bekannt machen“

Da haben wir schon zuletzt unser Angebot verbessert! Meldungen veröffentlichen wir nicht nur in KONSUMENT, sondern auch ganz aktuell auf www.vki.at und auf Facebook. Die meisten Warnungen und Rückrufe sind mittlerweile tagesaktuell. 

„Kinder und Jugendliche mobilisieren“

Das ist uns sehr wichtig. Wir setzen bei den Schulen bzw. im Unterricht an. Dazu läuft ein erfolgreiches Projekt. „KONSUMENT in der Schule“

Auch mit unserem Schülerwettbewerb „JETZT TESTE ICH“ erreichen wir Jugendliche mit Konsumenten-Themen. 

 „Mehr Bewusstsein schaffen für nachhaltigen, ökologischen Einkauf!“

Wir beobachten, dass das Interesse an diesen Themen steigt und reagieren darauf in unserer Berichterstattung, hier sind ein paar Beispiele dafür. Nachhaltiger Konsum ist auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im VKI ein wichtiges Anliegen, einige bloggen regelmäßig dazu:

„Die Konsumenten sollten generell mehr gefragt werden. Meist wird ja über deren Köpfe hinweg etwas beschlossen“.

Uns vom VKI ist die Einbeziehung von Konsumentinnen und Konsumenten überaus wichtig. Wir sind - nicht zuletzt durch Umfragen wie diese - möglichst oft im Dialog mit unseren Kundinnen und Kunden.

„Die Politik sollte Konsumentenschutz finanziell besser ausstatten“

„Von politischer Seite fehlt noch sehr viel an Unterstützung für Konsumenten“

„Die bisherige Form ist nicht so schlecht, der VKI sollte jedoch auf eine gute finanzielle Basis - ohne Wirtschafts- und Politikeinfluss - gestellt werden.“

Viele Befragte machen sich Gedanken über Organisation und Zukunft des Konsumentenschutzes. Gemeinsamer Nenner: Schlagkräftiger Konsumentenschutz braucht finanzielle Absicherung und Unabhängigkeit – in jeder Hinsicht. Damit ist alles gesagt.       

Achtung Verwechslungsgefahr!

In der Umfrage kam noch etwas zur Sprache: Als „Verein für Konsumenteninformation“ landen wir in der öffentlichen Wahrnehmung oft in einem großen Topf mit dem Namen „die Konsumentenschützer“. Nur: Wir sind auf unsere Weise einzigartig.

Keine andere Organisation, Institution oder sonstige Einrichtung bietet ein Gesamtpaket. Wiederum salopp gesagt: Wir sind Anwaltskanzlei, Testlabor, Forschungsinstitut, nationale und grenzüberschreitende Beratungsstelle und Medienhaus in einem.

Also, aufgepasst, wenn Sie demnächst etwa nach „Konsumentenschutz“ googeln. Sonst landen Sie leicht an einer falschen Adresse. Nur wo VKI und KONSUMENT drauf steht, ist unser Konsumentenschutz drinnen!

PS: … und Pressekonferenz und Presseaussendung gab es doch

Nachlese: Auf unsere traditionellen Maßnahmen zum „Weltverbrauchertag“ haben wir natürlich nicht verzichtet. Am 14. März luden wir zu einer Jahresbilanz-Pressekonferenz. Eine Zusammenfassung finden Sie auf konsument.at. Und selbstverständlich haben wir zum Weltverbrauchertag auch – wie immer – eine Presseaussendung verschickt.

Wenn Sie dann noch Fragen haben, dann schreiben Sie mir an gfrueholz@konsument.at.

 

Und nicht vergessen: Am 20. März ist dann wieder ein besonderer Tag im Kalender: der Tag des Glücks wink

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