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Gernot Schönfeldinger

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Werdegang: Verschiedene Ressorts von ORF, APA und Kurier waren Stationen auf meinem Weg. Parallel dazu machte ich aber immer öfter beim VKI halt, wo ich 2013 endgültig meine berufliche Heimat gefunden habe.

Funktion: Technik-Redakteur

Warum ich gerne beim VKI arbeite: Zwei Impulse treiben mich an: Die nicht enden wollende Neugier auf alle möglichen Technik-Spielereien und der Ehrgeiz, Probleme zu lösen, die ich und viele andere ohne diese Spielereien gar nicht hätten.

Privates: „No sports!“ – aber umso mehr Musik und Literatur. Und das nicht nur passiv konsumierend, sondern auch aktiv schaffend.

Zitat: „Dank Computer geht alles schneller – es dauert nur etwas länger."

Kontakt: gschoenfeldinger@vki.at

Natürlich war's die Batterie

Einblicke in das anstrengende Leben eines anonym bleiben wollenden Technik-Redakteurs

Was nützt einem sein Fachwissen, wenn man selbst auf dem Sofa, die dringend benötigte Ersatzbatterie aber im Keller liegt?

Liebe Elektronikhersteller!

Habt ihr eure Fernbedienungen jemals selbst in der Hand gehabt? Glaubt mir, diese Erfahrung würde sich für uns alle lohnen.

Bitte entschuldigt die vertrauliche Anrede in der 2. Person, aber man kommt sich bei diesem Thema emotional so nahe. Wobei die Emotionen vermutlich nur auf Kundenseite hochgehen und die Annäherung somit einseitig erfolgen dürfte.

Und WhatsApp sprach: Geht hin und kauft neue Smartphones

Wie wir in Abhängigkeit geraten sind, warum Obsoleszenz okay ist und weshalb keiner etwas dafür kann.

Wer schreibt heutzutage noch SMS, wo es doch WhatsApp gibt?, haben wir gesagt, weil es plötzlich alle gesagt haben und sich von der technisch beschränkten Kommunikationsform aus der Steinzeit der Mobiltelefonie verabschiedet haben. Aber wer hat damit angefangen? Ein Freund, ein Kollege, die Kinder, die Enkel – üblicherweise ist immer irgendjemand an irgendetwas schuld. Aber diesmal ist es einfach so passiert. Eine Milliarde Nutzer können sich nicht irren, selbst wenn es ihnen einfach nur passiert ist. Und jetzt sitzen wir da und stimmen den Obsoleszenz-Blues an?

Amazon: Schluss mit gekauften Bewertungen

Der Online-Handelsriese verbietet Rezensionen auf Basis bereitgestellter Produkte. 500.000 Bewertungen wurden bereits gelöscht. Das löst zumindest für Amazon einen Teil des Problems.

Amazons Club der Produkttester, Vine, war mir seit jeher suspekt. Sicher, ich würde mir auch gerne mein Wohnzimmer mit LCD-TVs und anderen schönen Dingen vollstopfen oder sie zumindest kostenlos ausprobieren. Aber ehrlich: Wäre ich dann bei der Rezension unbeinflusst und würde sagen, dass es sich um ein Glumpert handelt, wenn es so ist? Andererseits sagt Amazon, dass negative Rezensionen okay gehen. Mag sein, ich hab's nicht überprüft. Anders schaut es aus, wenn einem der Hersteller selbst ein Produkt zur Verfügung stellt und Geschenke oder Vorteile in Aussicht stellt. Vielleicht versteckt man verklausuliert ein bisschen Kritik, aber schlechter als durchschnittlich schneidet ein solches Produkt wohl kaum ab. Genau das war Amazon nun selbst ein Dorn im Auge.

Internet der unkontrollierbaren Dinge

Vom Kühlschrank bis zum Toaster, bald werden alle unsere Haushaltsgeräte im Netz hängen. Als ob wir nicht schon genug Probleme hätten.

Die USA Ende Oktober 2016. Auch abseits des Wahlkampfes spielte sich Dramatisches ab: Plötzlich ging bei Netflix, Spotify und Co. stundenlang nichts mehr. Während die Kunden ihre Onlinedienste vergeblich zu erreichen versuchten, waren diese mit der Abwehr einer Internetattacke beschäftigt. Auf den ersten Blick nichts Neues, aber intensiver als je zuvor. Es war, als würden Millionen von Nutzern gleichzeitig den Song eines über Nacht berühmt gewordenen Teeniestars abrufen wollen. Was das mit Samsungs vernetztem Kühlschrank zu tun hat, den ich heuer auf der Berliner Funkausstellung IFA bewundert habe? Mehr als uns allen miteinander lieb ist.

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